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Arbeitsmarkt in SH und HH : Interaktive Karte: Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit 1993 nicht mehr

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Aus der Onlineredaktion

Die Arbeitslosigkeit zwischen Nord- und Ostsee sinkt weiter. shz.de gibt den Überblick auf einer Karte.

Kiel/Hamburg | Die Arbeitslosigkeit hat in Schleswig-Holstein erneut abgenommen. Ende Juni waren im nördlichsten Bundesland 90.500 Menschen ohne festen Job und damit 3,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag weiter berichtete, betrug der Rückgang zum Mai des laufenden Jahres 3,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sank damit auf den niedrigsten Stand in einem Juni seit 1993. Die Arbeitslosenquote beträgt nunmehr 6,0 Prozent, nach 6,2 Prozent vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt profitiere von der guten konjunkturellen Lage und von einem positiven Konjunkturklima, sagte die Regionaldirektorin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann.

Wenige Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in Schleswig-Holstein noch 7000 Lehrstellen unbesetzt. Ihnen stehen 7200 Bewerber noch nicht versorgte Bewerber gegenüber, teilte die Agentur für Arbeit mit. Seit Oktober 2015 seien den regionalen Arbeitsagenturen insgesamt 17.000 Ausbildungsplätze gemeldet worden.

„Unsere aktuellen Zahlen zeigen, dass für noch nicht versorgte Bewerberinnen und Bewerber gute Chancen bestehen, auch jetzt noch einen Ausbildungsvertrag zu erhalten“, sagte Haupt-Koopmann. Besonders im Einzelhandel, im Handwerk sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe seien noch Stellen frei.

Haupt-Koopmann empfahl jenen Jugendlichen, die bisher vergeblich einen Ausbildungsplatz gesucht haben, sich bei der Berufsberatung zu melden. An die Betriebe appellierte sie, keine Ausbildungsstelle unbesetzt zu lassen. Auch Bewerber mit Ecken und Kanten sollten eine Einstiegschance bekommen.

Die Zahlen im Überblick:

Auch in Hamburg ist der Trend positiv. Erstmals seit dreieinhalb Jahren sind in Hamburg weniger als 70.000 Menschen ohne Job. Ende Juni waren in der Hansestadt 69.077 Arbeitslose gemeldet, teilte die Agentur für Arbeit am Donnerstag mit. Das sind 1617 oder 2,3 Prozent weniger als im Monat zuvor.

Im Jahresvergleich reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 2890 oder 4,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt somit 6,9 Prozent, das sind 0,1 Punkte weniger als im Vormonat. Verantwortlich für die positive Entwicklung sei unter anderem der branchenübergreifende Beschäftigungszuwachs in den Hamburger Unternehmen.

Fragen und Antworten:

Woher kommt die Arbeitslosenstatistik?

Die Bundesagentur für Arbeit berechnet die registrierte Arbeitslosigkeit. Diese wird definiert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der sogenannten zivilen Erwerbspersonen, also aller Erwerbstätigen und Arbeitslosen zusammen.

Wer gilt als arbeitslos?

Man ist nicht einfach arbeitslos, nur weil man nicht arbeitet. Arbeitslos ist, wer weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, aber mehr als 15 Stunden arbeiten will und jünger als das jeweilige Rentenalter ist. Unter registrierter Arbeitslosigkeit werden die Arbeitslosen gezählt, die arbeitslos gemeldet sind.

Wer gilt nicht als arbeitslos?

Nicht als arbeitslos gewertet werden

- Alle, die an Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen. Auch alle Arbeitslosen, die durch private Arbeitsvermittler betreut werden, werden nicht mehr in der offiziellen Arbeitslosenstatistik geführt.

- Langzeitarbeitslose, die in Zusatzjobs auf den „Ersten Arbeitsmarkt“ vorbereitet werden, also eine sogenannte Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung haben.

- Personen, die arbeitsunfähig erkrankt sind.

- Arbeitslose, die mindestens 58 Jahre alt sind und wenigstens zwölf Monate Hartz IV beziehen, ohne ein Jobangebot bekommen zu haben.

Was ist die Unterbeschäftigungsquote?

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind.

Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus drei Personengruppen:

  1. den Arbeitslosen nach § 16 SGB III,
  2. Teilnehmern an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und
  3. Personen in bestimmten Sonderstatus (vor allem kurzfristig erkrankte Personen).
Wo kann man sich über Jobs im Norden informieren?

Stellenangebote gibt es

- in der Jobbörse der Agentur für Arbeit

- regional auf jobs.sh

- bundesweit auf Internet-Plattformen wie Monster.de oder Stepstone.de

 
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erstellt am 30.Jun.2016 | 11:06 Uhr

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