Statistik : Industrie legt im Norden kräftig zu

Die Zahl der Beschäftigten in der Schleswig-Holsteinischen Industrie ist 2010 gesunken. Dennoch haben die Unternehmen ihren Umsatz um sechs Prozent gesteigert.

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19. April 2011, 11:08 Uhr

Kiel/Hamburg | Nach dem Krisenjahr 2009 hat die Industrie in Schleswig-Holstein ihren Umsatz im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 31,6 Milliarden Euro gesteigert. Allerdings sank die Zahl der Beschäftigten um drei Prozent auf 118.800. Wie das Statistikamt Nord weiter berichtete, ging die Zahl der Industriebetriebe mit mindestens 20 Beschäftigten um ein Prozent auf 1243 zurück. Am besten erholte sich der Energiesektor, speziell die Mineralölverarbeitung, die im Vorjahr allerdings auch besonders stark eingebrochen war. Der Anteil von Betrieben mit Umsätzen mit bis zu fünf Millionen Euro nahm leicht auf 48 Prozent ab, während der Anteil von Betrieben mit einem Umsatz zwischen fünf und 20 Millionen Euro entsprechend zunahm und ein knappes Drittel ausmachte.
Die Industrie in Hamburg hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr sprunghaft um 37 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro erhöht. Damit wurden die Einbußen des Vorjahres infolge der Wirtschaftskrise fast wieder wettgemacht. Die erhebliche Schwankung ergibt sich - wie in Schleswig-Holstein - aus dem hohen Gewicht der Mineralölverarbeitung in Hamburg, die 2009 einen starken Einbruch hinnehmen musste und 2010 wieder kräftig zulegte. Die Zahl der Industriebetriebe mit mindestens 20 Beschäftigten ging im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 459 zurück. Die Zahl der Beschäftigten sank um zwei Prozent auf knapp 81.100. Fast jeder dritte Betrieb verbuchte Umsätze von 20 Millionen Euro und mehr.
(lno, shz)

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