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Erstes Halbjahr 2014 : Industrie in SH und Hamburg auf Wachstumskurs

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Schleswig-Holsteins Industrie freut sich über Umsatzzuwächse, in Hamburg gehen die Zahlen zurück. Doch die Beschäftigungslage bleibt im Norden stabil.

Kiel/Hamburg | Schleswig-Holsteins Industrie hat im ersten Halbjahr 2014 deutliche Umsatzzuwächse von acht Prozent auf 17,4 Milliarden Euro verzeichnet. Die Exporte der statistisch ausgewerteten Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 sogar um zwölf Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, teilte das Statistikamt Nord am Dienstag in Kiel mit. Dagegen entwickelte sich die Inlandsnachfrage dieser 534 Unternehmen mit einem Umsatzplus von fünf Prozent auf 9,5 Milliarden Euro leicht unterdurchschnittlich. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleichszeitraum geringfügig – um weniger als ein Prozent auf rund 100.900.

Einen besonders starken Exportzuwachs gab es in die Länder außerhalb der Eurozone (plus 27 Prozent). Dagegen sanken die Ausfuhren innerhalb der Eurozone (minus fünf Prozent). Die Exportquote stieg von 44 auf 46 Prozent. Die umsatzstärksten Branchen waren der Maschinenbau mit 3,2 Mrd. Euro (plus ein Prozent), die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit 2,7 Mrd. Euro (minus ein Prozent) und die Mineralölverarbeitung mit 1,7 Milliarden Euro (plus vier Prozent).Einen Anstieg von 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der sonstige Fahrzeugbau mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro.

Der hohe Zuwachs basiere aber auf der Abrechnung eines Großauftrages, erläuterte das Statistikamt. Nähere Angaben machte die Behörde nicht. Zum sonstigen Fahrzeugbau gehört auch der Schiffbau. Im Juni wurde von ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel an Israel ein U-Boot ausgeliefert, das mehrere hundert Millionen Euro gekostet hat und demnach den Umsatz in die Höhe getrieben hat. Die Herstellung von chemischen Erzeugnissen erzielte ebenfalls einen Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden Euro (plus sechs Prozent) und mit der Herstellung von sonstigen Waren wurden 1,1 Milliarden Euro (plus acht Prozent) erwirtschaftet.

Die Hamburger Industrie hingegen hat in den ersten sechs Monaten vor allem wegen sinkender Ölpreise rund fünf Prozent Umsatz eingebüßt. Die 217 größeren Industriebetriebe in der Hansestadt erwirtschafteten einen Umsatz von 38,2 Milliarden Euro. Davon entfallen 29 Milliarden Euro auf das Inland, das damit ein Minus von sechs Prozent verbuchte. Das Auslandsgeschäft von 9,2 Milliarden Euro war um zwei Prozent rückläufig.

Mehr als die Hälfte der Hamburger Industrieumsätze macht die Mineralölverarbeitung aus, deren Umsätze um rund sieben Prozent zurückgingen. Der Bereich Metallerzeugung und -bearbeitung war um 16 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro rückläufig. Dagegen legte der sonstige Fahrzeugbau um 16 Prozent zu. Dahinter verbirgt sich vor allem der Flugzeugbau. Die Hamburger Industrie beschäftigt gut 78.000 Mitarbeiter, das sind ein Prozent mehr als vor einem Jahr.

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erstellt am 19.Aug.2014 | 10:58 Uhr

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