zur Navigation springen

Grüne Woche : In Berlin hat Schleswig-Holstein keine Ostsee

vom

Auf der Grünen Woche stellen sich lediglich die Urlaubsorte der Nordsee und der Landesmitte vor.

Berlin | Besucher der Grünen Woche erfahren, dass Friedrichskoog an der Nordsee eine Seehundstation und einen Kutterhafen hat. Über Grömitz an der Ostsee erfahren sie nichts. Messebesucher erfahren auch, dass St. Peter-Ording unter anderem mit einem breiten Autostrand lockt oder welche Freizeitangebote Neumünster bietet. Doch bei Fragen zu Lübeck, Kiel oder Fehmarn müssen die Touristiker am Infostand passen. Anders als die Nordseeküste und die Mitte Schleswig-Holsteins präsentieren sich die Urlaubsorte der Ostsee nicht auf der Messe. „Wir verbringen viel Zeit damit, den Besuchern zu erklären, warum das so ist“, sagt Werner Domann aus St. Peter-Ording und findet es bedauerlich. Denn allein voriges Jahr haben er und seine Kollegen auf der Messe in Berlin 10 000 Prospekte verteilt. „Und der Berliner erwartet, dass er Infos von beiden Küsten bekommt“, sagt Domann.

Der Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) hat sich in diesem Jahr bewusst entschieden, nicht an der Grünen Woche teilzunehmen, sagt Marc Euler von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash). Kommentieren möchte das beim OHT aber niemand.

Domann wünscht sich mehr gemeinsame Information aus dem „echten Norden“. So hat die Westküste eine Radwanderkarte, die jedoch auf Höhe der A 7 endet. „Es fehlt das Gegenstück – oder eine Karte fürs ganze Land.“ Vor allem im Hinblick auf die Ankündigung von Landwirtschaftsminister Robert Habeck, den Messeauftritt umzugestalten, sollten die Ostseeorte ihre Chance nicht verpassen, meint Domann. Die Gespräche über ein neues Hallenkonzept sollen demnächst beginnen. Bis Sonntag ist Schleswig-Holstein noch in seiner gewohnten Form in Berlin zu erleben.

Mehr von der Messe und tägliches Gewinnspiel: www.shz.de/gruenewoche

zur Startseite

von
erstellt am 23.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen