WSV-Reform : IHK will norddeutsche Schifffahrtsverwaltung

Die Industrie- und Handelskammer Nord spricht sich für eine Generaldirektion Küste in Norddeutschland aus.

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30. Oktober 2012, 10:56 Uhr

Kiel | Die Industrie- und Handelskammer Nord fordert Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in einem Schreiben auf, die Interessen der deutschen Seehäfen bei der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) stärker zu berücksichtigen. "Wir halten es sachlich für dringend erforderlich, neben der bereits geplanten WSV-Generaldirektion in Bonn eine weitere Generaldirektion Küste in Norddeutschland einzurichten", sagte Otto Lamotte, Vorsitzender der IHK Nord und Präses der Handelskammer Bremen.
Auch die mit der WSV-Reform verbundene Einteilung der Bundeswasserstraßen in A- bis C-Kategorien ist nach Aussage Lamottes für die IHK Nord nicht nachvollziehbar. "Wir können nach wie vor nicht erkennen, wie die künftige Investitionsstrategie des Bundes aussieht", so Lamotte. Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss von 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Diese vertreten etwa 700.000 Unternehmen. Nach dem Willen der Kammern sollen laufende Bauvorhaben oder solche, wo es bereits einen Planfeststellungsbeschluss gibt, zeitnah abgeschlossen werden. Und: Weitere auf den Weg gebracht werden, damit die deutschen Seehäfen international wettbewerbsfähig bleiben. "Für diese Zielsetzungen brauchen wir die vom Verkehrsministerium vorgesehene Netzkategorisierung nicht", sagte Lamotte.

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