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Windenergie-Messe : „Husum Wind“ 2017 drei Monate vor Beginn fast ausgebucht

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Rund 700 Aussteller werden erwartet. Es geht in diesem Jahr auch um das Recycling von Altanlagen.

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2017 | 10:41 Uhr

Husum | Schleswig-Holsteins traditionsreiche Messe „Husum Wind“ ist gut drei Monate vor Beginn nahezu ausgebucht. 96 Prozent der rund 27.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche seien belegt, wie Messechef Peter Becker sagte. „Es gibt nur noch einzelne kleinere Restflächen.“ Auf der Messe vom 12. bis 15. September erwarten die Organisatoren rund 700 Aussteller und über 18.000 Fachbesucher. Die „Husum Wind“ biete der Branche ein Forum, sich unter anderem über neue Entwicklungen und Innovationen auf dem deutschen und internationalen Markt auszutauschen. Sie findet im zweijährigen Wechsel mit der WindEnergy Hamburg statt, die als Leitmesse für den globalen Windenergiemarkt gilt.

Partnerbundesland ist Nordrhein-Westfalen, sagte Becker. NRW sei ein starkes Industrieland mit einer hohen Dichte an Zulieferern für die Branche. „Dort passiert viel in Bezug auf erneuerbare Energien - vielleicht nicht bei den Aufstellzahlen, aber auf jeden Fall im Bereich der industriellen Wertschöpfung.“ Windenergie sei kein alleiniges Aufstell- oder Betreiber-, sondern ein Industrie-Thema.

Die Branche brauche Zulieferer und Dienstleister. „Daher passen Windenergie und NRW sehr gut zusammen.“ Beim Sonderthema „Sektorkopplung und Netzintegration“ gehe es um intelligente, alternative Verwendungsmöglichkeiten für Windstrom, sagte Projektleiter Thomas Seifried. Anstatt die Windstromanlagen bei Netzüberlastung abzuschalten, könne der Strom beispielsweise zur Hydrolyse, also zur Produktion von Wasserstoff, verwendet werden. „Alles ist besser, als den wertvollen Windstrom auf Grund mangelnder Infrastruktur verpuffen zu lassen.“

Erstmals werden auch Altanlagen ein wichtiges Messethema sein. „Was passiert, wenn bei alten Anlagen die Einspeisevergütung wegfällt, werden wir auf der Messe beleuchten“, erklärte Becker. Wenn der Weiterbetrieb keinen Sinn macht, müsse geklärt werden, was mit den abzubauenden Anlagen geschieht. „Das Thema Recycling ist zum ersten Mal wirklich in der Diskussion auf einer Windmesse“, sagte Seifried.

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