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Tarifkonflikt : Hunderte Erzieher aus Kitas im Warnstreik

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Kita-Angestellte fordern mehr Lohn: Vor allem in Kiel, Lübeck und Neumünster legen die Erzieher ihre Arbeit nieder.

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2015 | 08:37 Uhr

Kiel | In vielen Kindertagesstätten Schleswig-Holsteins haben am Donnerstagmorgen ganztägige Warnstreiks begonnen. „Erste Kollegen treffen im Gewerkschaftshaus ein, allein in Kiel und Plön rechnen wir mit 350 bis 400 Streikenden“, sagte eine Verdi-Sprecherin am Donnerstag. Besonders stark von den Warnstreiks in SH sind nach Angaben der Gewerkschaften Verdi und GEW Kitas in Kiel, Lübeck und Neumünster betroffen. In Neumünster ist am Donnerstag eine Kundgebung geplant. Da die Eltern der betroffenen Kita-Kinder bereits vorab informiert worden seien, dürfte es keine negativen Überraschungen geben.

Der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn sagte auf einer Streikversammlung im Kieler Gewerkschaftshaus: „Große Kompetenz. Große Verantwortung für unsere Kinder. Aber kleines Gehalt. Das darf so nicht weitergehen. Wir fordern daher eine deutliche Aufwertung der sozialpädagogische Berufen durch eine bessere Eingruppierung.“

Die Gewerkschaften wollen mit den Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber für die Tarifrunde am Montag (23. März) in Münster (Nordrhein-Westfalen) erhöhen. Der Verband kommunaler Arbeitgeber hat  bisher kein Angebot für die bundesweit rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst vorgelegt. Die Gewerkschaften fordern eine bessere Eingruppierung – und somit im Durchschnitt zehn Prozent mehr Lohn. Sollten die Arbeitgeber in Münster kein Angebot vorlegen, sei noch vor Ostern mit weiteren Warnstreiks im Land zu rechnen, kündigte Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefsky an.

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