Hilfe zur Steuerhinterziehung : HSH Nordbank soll 22 Millionen Bußgeld zahlen

Eine Filiale der HSH Nordbank soll laut Medienberichten vermögenden Kunden Briefkastenfirmen vermittelt haben.

shz.de von
19. August 2015, 12:38 Uhr

Hamburg/Köln | Die HSH Nordbank soll nach Medienberichten ein Bußgeld von 22 Millionen Euro bezahlen, weil sie reichen Kunden bei der Hinterziehung von Steuern geholfen haben soll. Die frühere Luxemburger Filiale der Landesbank habe zwischen 2006 und 2011 jahrelang Briefkastenfirmen vermittelt, bei denen vermögende Kunden Geld vor dem Fiskus verstecken konnten, berichten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR.

Auf die Strafzahlung habe sich die Bank mit der Kölner Staatsanwaltschaft verständigt, wo die Ermittlungen geführt werden.

Der Bußgeldbescheid sei jedoch noch nicht erlassen. Die HSH Nordbank gab zu dem Vorgang nur eine allgemeine Stellungnahme ab. „Wir sind seit Monaten in vertrauensvollen Gesprächen mit der Kölner Staatsanwaltschaft“, sagte ein Sprecher. „Da dies ein laufendes Verfahren ist, werden wir uns zu Details nicht äußern.“

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