zur Navigation springen

Bilanz 2013 : HSH Nordbank rutscht tief in rote Zahlen

vom

Die HSH Nordbank hat das zweitschwärzeste Jahr ihrer Geschichte hinter sich. Nach 2008 - dem Jahr der Finanzkrise - schreibt sie erneut einen hohen Verlust.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2014 | 11:36 Uhr

Hamburg | Die HSH Nordbank ist 2013 wieder tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzernverlust beträgt 814 Millionen Euro, wie die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein am Donnerstag mitteilte. Das Ergebnis sei vor allem von einer höheren Risikovorsorge für Schiffskredite, einem gestiegenen Aufwand für die Kapitalgarantie der Länder sowie Steuerrückstellungen für Altlasten belastet worden.

Die Ländergarantie war Mitte 2013 wieder auf 10 Milliarden Euro aufgestockt worden. Nach einem Verlust von rund 3,0 Milliarden Euro im Finanzkrisenjahr 2008 musste die Bank mit Kapitalspritzen der Länder gerettet werden. Sie sind mit 85,5 Prozent am Institut beteiligt. Die HSH rechnet unverändert damit, dass sie erstmals im Jahr 2019 die Verlustgarantie geltend machen muss - 1,6 Milliarden statt bisher 1,3 Milliarden Euro werden daraus bis 2025 veranschlagt.

Mit der Wende zu schwarzen Zahlen rechnet das Institut in diesem Jahr. Für den Konzern und die Kernbank erwartet der Vorstand 2014 „einen deutlichen Gewinn vor und nach Steuern“. Im 1. Quartal wird ein Vorsteuergewinn von rund 200 Millionen Euro angesetzt. Gründe für diese Einschätzung seien Fortschritte im operativen Geschäft und eine geringere Belastung durch Garantieaufwendungen. Die harte Kernkapitalquote der Bank beträgt 11,7 Prozent (2012: 9,9 Prozent).

Hinzu kommt ein angesparter Kapitalpuffer von 5,2 Prozentpunkten. Mit ihrer Kapitalausstattung sieht sich die HSH für einen EU-Bankenstresstest gewappnet.

 

Am Dienstag hatte der schleswig-holsteinische FDP-Politiker Wolfgang Kubicki von einem Minus von fast 900 Millionen Euro gesprochen. In Kiel zeichnete der Landtagsfraktionschef außerdem ein düsteres Bild der Perspektiven für die Landesbank. Er befürchte, dass allein Schleswig-Holstein in den nächsten Jahren eine Milliarde Euro zuschießen müsse. Für Finanzministerin Monika Heinold ist die HSH Nordbank nach wie vor ein großes Haushaltsrisiko.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen