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Immobilienmarkt : Hohe Mietpreise: Städte im Norden holen auf

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wohnungen in Kiel, Lübeck und Flensburg werden deutlich teurer – doch noch ist viel Luft nach oben.

Kiel | Die Preise in Schleswig-Holsteins größten Städten ziehen deutlich an – und lassen viele vergleichbare Gemeinden im Rest der Republik hinter sich. Das geht aus einer aktuellen Erhebung der Hamburger Immobilienberatung F+B hervor, die dem sh:z vorliegt. Zum unbezahlbar-teuren Pflaster ist es demnach jedoch noch ein weiter Weg.

Das Unternehmen hat in seiner regelmäßigen Auswertung die Miet- und Kaufpreise für Wohnungen in allen Gemeinden mit mehr als 25.000 Einwohnern untersucht. Stiegen die Mieten dort jedoch insgesamt seit Mitte letzten Jahres nur um 1,2 Prozent, war der Zuwachs in den beispielhaft ausgewählten Städten Kiel, Lübeck und Flensburg fast – und zum Teil mehr als – doppelt so groß. Den stärksten Anstieg verzeichnete Lübeck mit einem Plus von 3,2 Prozent, gefolgt von Flensburg mit 2,3 und Kiel mit 2,1 Prozent.

Überdurchschnittlich entwickelten sich der Auswertung zufolge auch die Kaufpreise in den drei norddeutschen Städten. So legten die Quadratmeterpreise in der Landeshauptstadt seit 2009 um 38,3 Prozent auf 1840 Euro zu – 2,9 Prozent allein in den letzten drei Monaten. In Lübeck war in fünf Jahren ein Plus von 24,7 Prozent auf 1820 Euro und in Flensburg von 23,6 Prozent auf 1520 Euro drin. Das alles ist überdurchschnittlich. Denn bundesweit legten Städte dieser Größenordnung laut F+B eigentlich nur um 20 Prozent zu.

Dem starken Anstieg zum Trotz zeigt die Erhebung aber auch das weiter vorhandene Aufholpotenzial im Norden. So kommt Kiel als teuerste Stadt in Schleswig-Holstein bundesweit bei Quadratmeterpreisen nur auf Platz 167, bei den Mieten sogar nur auf Platz 223. Immerhin hat sich die Landeshauptstadt damit aber innerhalb von nur drei Monaten beim Kauf- um sechs und bei den Mietpreisen sogar um 18 Plätze verbessert. Auch für Lübeck ging es in beiden Kategorien nach oben. Flensburg legte bei den Mieten sogar um 29 Plätze zu – dafür gibt es Rang 419 der 500 teuersten Adressen in Deutschland.

Die Top-Ten liegen weiterhin im Süden der Republik – allen voran München. Käufer in der bayerischen Hauptstadt müssen mit 4800 Euro pro Quadratmeter rechnen – ein Plus von mehr als 54 Prozent gegenüber 2009. Erst auf Platz elf folgt Hamburg: 3150 Euro, ein Plus von 46,5 Prozent in fünf Jahren. Der F+B-Index geht für Kauf und Neuvermietung von einer zehn Jahre alten 75-Quadratmeter-Wohnung aus. Damit liefert er aber auch stets nur einen Ausschnitt des jeweiligen Wohnmarktes.

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erstellt am 13.Aug.2014 | 13:45 Uhr

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