Einbruch im Containerverkehr : HHLA gibt Container Terminal Lübeck auf

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gibt wegen des starken Einbruchs im Containerverkehr den Terminal Lübeck (CTL) auf.

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24. Juli 2009, 12:19 Uhr

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gibt wegen des starken Einbruchs im Containerverkehr den Terminal Lübeck (CTL) auf. Der Bahnverkehr mit Containern zwischen Hamburg und dem CTL werde eingestellt, teilte die HHLA am Freitag mit. Ihr Tochterunternehmen combisped, das sowohl den Bahnverkehr zwischen den Hansestädten als auch den Container-Terminal in Lübeck betreibt, soll im dritten Quartal 2009 an den Geschäftsführer Thomas Dreyer verkauft werden. Die HHLA begründet diese Schritte mit Rückgängen von bis zu 50 Prozent zum Beispiel im Russlandverkehr.
Die HHLA hatte infolge der Wirtschaftskrise mit deutlich verringertem Welthandel im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinneinbruch verbucht. Unter dem Strich halbierte sich der Überschuss auf knapp 30 Millionen Euro. Kurzarbeit wurde eingeführt. Die HHLA beschäftigt rund 5000 Mitarbeiter. Halbjahreszahlen werden am 13. August veröffentlicht.
In Lübeck will die HHLA nun stärker mit der Lübecker Hafen- Gesellschaft (LHG) zusammenarbeiten. Der Anteil der Firmen combisped und CTL am Konzernumsatz von 1,33 Milliarden Euro betrug 2008 rund 1,3 Prozent, ihr Ergebnisbeitrag war negativ. combisped organisierte über den CTL Feederverkehre mit finnischen Häfen und St. Petersburg. Die Transportmengen seien in den ersten fünf Monaten des Jahres 2009 um 70 Prozent auf nur noch rund 8 000 Standardcontainer (TEU) weggebrochen.

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