Insolvenz : Harry Jung: Eine Spur von Optimismus

Im Fall des zahlungsunfähigen Druckzentrums Harry Jung macht sich leichte Zuversicht breit. Der Zeitkorridor für eine Sanierung ist allerdings eng.

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19. August 2011, 09:20 Uhr

Flensburg | Am Mittwoch kamen Geschäftsführer Harry Gall und der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Khan Durani erneut zusammen, um in einem zweistündigen Gespräch die Lage zu eruieren. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Sicherung des laufenden Geschäftsbetriebes", erklärte Gall gegenüber dem Tageblatt. Vor allem geht es darum, die begonnene Sanierung bis Ende September erfolgreich fortzuführen. Am 1. Oktober wird das Insolvenzverfahren eröffnet.
"Noch aber arbeiten wir unter erleichterten Bedingungen, nicht unter Vollkostenlast. Und es könnte gelingen, bis dahin schwarze Zahlen zu schreiben", gab sich Durani vorsichtig optimistisch. Die Firma beschäftige fähige Mitarbeiter, verfüge über einen aktuellen Maschinenpark und könne anbieten, was andere Wettbewerber in Schleswig-Holastein nicht anbieten könnten. Darauf gelte es sich zu konzentrieren. "Das Potenzial ist da", ist Durani überzeugt, "allerdings ist der Zeitkorridor extrem eng."
Die noch für Juli ausstehenden Gehälter für die 63 fest Angestellten können numehr von dem Insolvenzgeld bestritten werden. Durani hofft, dass die Bundesagentur für Arbeit das Gleiche auch für den August bewilligen wird.

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