zur Navigation springen

Hamburger Hafen wächst in schwierigen Zeiten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Trotz Verzögerungen bei der Elbvertiefung und mangelhafter Verkehrswege im Norden – der Hamburger Hafen rechnet für dieses Jahr mit einer guten Bilanz. „Gegen den Trend der anderen deutschen Seehäfen wird der Seegüterumschlag in Hamburg 2013 um drei bis vier Prozent wachsen“, sagte Gunther Bonz, Präsident des Unternehmerverbandes Hafen Hamburg (UVHH), gestern. Insgesamt werde der Hafen in diesem Jahr rund 136 Millionen Tonnen Güter umschlagen. Durch die immer größer werdenden Schiffe steht die Infrastruktur des Hafens jedoch vor Herausforderungen. Sorgen bereitet Bonz insbesondere der immer noch ausstehende Fahrrinnenausbau der Elbe. Schon heute laufen täglich fünf außergewöhnlich große Schiffe ein oder aus – bis 2016 werde rund ein Fünftel der globalen Containerschiffsflotte eine Kapazität von mehr als 10 000 Standardcontainern (TEU) haben. Auch die Anbindung zum Hinterland der Hansestadt sei problematisch. Die verkehrstechnischen Auswirkungen der baufälligen Rader Hochbrücke sowie der dringend notwendigen Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals hätte in den vergangenen Monaten auch der Hafen zu spüren bekommen. „Wir fordern von der neuen Bundesregierung, den Verkehrsetat um sieben Milliarden Euro zu erhöhen, um den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu sichern, damit unser Standortvorteil nicht verloren geht“, appellierte der UVHH-Präsident. Denn die Konkurrenz wächst. Zwar ist der Weser-Jade-Port in Wilhelmshaven noch immer nicht richtig in Schwung gekommen, doch der Hauptkonkurrent Rotterdam baut kräftig aus. Hinzu kommt die Überkapazität der Containerschiffe, insbesondere aus Südkorea und China. Das verschärfe den Druck auf die Hafenbetriebe. Doch: „Wir werden uns weiter auf unser Kernprinzip als Universalhafen konzentrieren und blicken ganz positiv in die Zukunft“, so Gunther Bonz.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Okt.2013 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen