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Hamburg statt Husum: Premiere für Windkraftmesse

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hansestadt erwartet im September 1000 Aussteller

Darauf hatte Hamburg lange hingearbeitet: Die Hansestadt ist vom 23. bis zum 26. September erstmals Gastgeber der internationalen Windkraft-Leitmesse WindEnergy. „Wir erwarten mehr als 1000 Aussteller aus mehr als 30 Nationen“, kündigte Messechef Bernd Aufderheide gestern an. In den Messehallen werden die Unternehmen demnach auf 65 000 Quadratmetern ihre Neuheiten und Dienstleistungen aus den Bereichen Offshore, Onshore, Zulieferer und Technologie zeigen.

Aufderheide: „Alle großen Anlagenhersteller im internationalen Geschäft kommen, darunter Alstom, Enercon, GE, Nordex, Senvion, Siemens und Vestas.“ In mehr als 15 Nationenpavillons haben sich Branchen-Firmen verschiedener Länder zusammengeschlossen. Sie präsentieren die wichtigsten Windenergie-Märkte, von Deutschland und Dänemark bis zu den USA und China. „Die Branche wird auf der WindEnergy Hamburg eindrucksvoll zeigen, wie sie zu innovativen Lösungsansätzen für eine nachhaltige Energieversorgung beiträgt“, so Aufderheide.

Hamburg hatte die Leitmesse in einem mehr als zweijährigen Ringen aus Husum abgeworben. Unterstützung kam dabei von einem Großteil der industriellen Hersteller, die nun entsprechend hohe Erwartungen an die Hamburg-Premiere knüpfen. Andreas Nauen, Vorsitzender der Windbranche im Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) und Vorstandschef von Senvion: „Ich denke, die WindEnergy erreicht weltweit einen ähnlichen Status wie andere Industriemessen in Deutschland, etwa die IAA und die Hannover Messe.“ Den Stellenwert betont auch der angekündigte Besuch von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), der die Messe persönlich eröffnen will.

Die Messe bietet ein Forum für Windkraft sowohl an Land als auf See. Dem Offshore-Bereich komme indes eine besondere Bedeutung zu, sagte Aufderheide. Auch deshalb, weil sich zwei Wochen vor der WindEnergy schon die maritime Wirtschaft zu ihrer Weltleitmesse SMM in Hamburg versammelt. Mehr als 100 der Aussteller nutzen die Gelegenheit, an der Elbe zu bleiben und ihre Produkte für Offshore-Technik im Anschluss auch bei der Windmesse zu präsentieren. Schließlich ergänzt die zeitgleich zur WindEnergy veranstaltete Wasserstoffmesse H2Expo das Spektrum um Lösungen im Bereich Speicherung und Mobilität.

Das Verhältnis zum einstigen Konkurrenten Husum sei inzwischen bestens, versichert der Hamburger Messechef. Fast zwei Jahre lang hatten sich nicht nur die beiden Messegesellschaften energisch beharkt, sondern auch die Landesregierungen. Im April 2013 einigte man sich schließlich auf folgenden Kompromiss: Hamburg erhält die internationale Leitmesse, die jeweils in geraden Jahren ausgetragen wird. In Husum geht in den ungeraden Jahren eine kleinere Messe mit Fokus Deutschland und Nordsee-Region über die Bühne. Die Messegesellschaften sind im jeweils anderem Messebeirat vertreten. Für die Hamburger WindEnergy habe Husum jetzt das Marketing in der Region übernommen, berichtet Aufderheide. Und, fügt Hamburgs Messechef hinzu: „Wenn wir mit der WindEnergy Geld verdienen, dann bekommt Husum natürlich etwas ab. Und wir werden Geld verdienen.“

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erstellt am 22.Mai.2014 | 13:18 Uhr

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