Hafen-, Logistik- und maritime Dienstleitungen : Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports expandiert in Schweden

Der Elbehafen in Brunsbüttel.
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Der Elbehafen in Brunsbüttel.

Auf Wachstum im Ausland war die Firmengruppe schon länger scharf. Jetzt hat es in Skandinavien geklappt.

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01. März 2017, 13:28 Uhr

Brunsbüttel/Hamburg | Der Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports weitet sein Geschäft erstmals ins Ausland aus - nach Schweden. Das zur Schramm Group gehörende Unternehmen sei seit 1. März mit 50,9 Prozent am Hafenbetreiber und Logistikdienstleister Söderhamns Stuveri & Hamn AB beteiligt, teilte die Brunsbüttel Ports GmbH am Mittwoch mit. Die schwedische Firma betreibt drei Hafenterminals an der Ostküste des Landes. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Die Brunsbüttel Ports GmbH ist Eigentümer und Betreiber der Hafengruppe Brunsbüttel, Rendsburg und Glückstadt sowie Logistikdienstleister an zwei Standorten in Hamburg.

Die 50 Mitarbeiter in Schweden sollen ihren Arbeitsplatz behalten. Die gesamte Hafengruppe habe nun rund 300 Beschäftigte, teilte Geschäftsführer Frank Schnabel auf Anfrage mit. Zu Firmen-Umsätzen wollte er sich nicht äußern.

Nachdem Brunsbüttel Ports an sieben norddeutschen Standorten Hafen-, Logistik- und maritime Dienstleitungen anbiete, sei nun die seit vier Jahren verfolgte Expansion ins Ausland gefolgt, teilte die Schramm Group mit. Für sie sei der Schritt „ein historisches Ereignis“. Als erstes werde geprüft, ob die schwedischen Hafenanlagen aufgrund zu erwartender steigender Nachfrage erweitert werden sollen, ergänzte Schnabel.

Die in Deutschland verfolgte Universalhafenstrategie soll auch in Schweden fortgeführt werden. In Örrskär, Stugsund und Långrör werden vor allem Holz und Holzprodukte, Zement, Öl, und chemische Produkte umgeschlagen. Die Brunsbüttler Hafengruppe, zu der Standorte in Rendsburg und Glückstadt gehören, hat eigenen Angaben zufolge 2016 rund 15 Millionen Tonnen Ladung umgeschlagen.

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