Dürreschäden in SH : Habeck-Nachfolger Jan Phillip Albrecht will Finanzhilfen für Bauern

Robert Habeck (l., Bündnis90/Die Grünen) neben seinem Nachfolger Jan Philipp Albrecht.
Robert Habeck (l., Bündnis90/Die Grünen) neben seinem Nachfolger Jan Philipp Albrecht.

Das Thema Klimaschutz in der Landwirtschaft will Albrecht anders angehen als sein Vorgänger.

shz.de von
20. August 2018, 10:28 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins designierter Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hat wegen der Dürreschäden Finanzhilfen des Bundes für die Bauern gefordert. „Denjenigen, die nachweislich wegen der Dürre massive Schäden erlitten, muss unbürokratisch geholfen werden“, sagte Albrecht der Tageszeitung „Die Welt“.

 

Es sei Aufgabe des Bundes, eine EU-konforme Lösung zu finden. Es dürfe aber nicht ausschließlich über den Umgang mit den Folgen des Klimawandels debattiert werden, sagte Albrecht. „Wir müssen mit den Bauern auch über die Ursachen des Klimawandels und den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz und damit zu ihrer eigenen Existenzsicherung sprechen.“

Albrecht distanzierte sich von einer Forderung des scheidenden Umweltministers Robert Habeck (Grüne), die Tierbestände des Bundeslandes aus Klimaschutzgründen zu reduzieren. Möglich sei auch, „dass wir einer Lösung der Klimaproblematik auch näher kommen, indem wir zum Beispiel die Futtermittelproduktion ein wenig umstellen, statt die Landwirtschaft gleich komplett umzustellen“. Bauern könnten Düngemittel dank Digitalisierung „sehr viel gezielter einsetzen“.

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