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Konjunkturumfrage der IHK : Gute Stimmung bei Unternehmen in SH

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Mit der schleswig-holsteinischen Wirtschaft geht es weiter bergauf. Besonders die Bauwirtschaft ist zufrieden, zeigt eine Umfrage der IHK. Doch es gibt auch Risiken.

Kiel | Die Wirtschaft im Norden startet optimistisch ins neue Jahr. Die schleswig-holsteinischen Unternehmen schätzen die Entwicklung für die nächsten Monate positiv ein, sagte die Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein Friederike C. Kühn heute auf einer Pressekonferenz in Kiel. Sie stellte eine repräsentative Konjunkturumfrage für das vierte Quartal 2013 von rund 2000 Unternehmen vor. Demnach erwarten 32,5 Prozent der Befragten eine Verbesserung ihrer Situation. Im Quartal zuvor waren es nur rund 22 Prozent.

Der Konjunkturklimaindex ist damit zum dritten Mal in Folge angestiegen. Gründe dafür sind laut der IHK-Präsidentin die stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und steigende Investitionen. Auch würde sich der Euroraum langsam wieder wirtschaftlich erholen – gute Exportaussichten für die Unternehmen vor Ort also.

Der Konjunkturklimaindex hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 114 auf 123 Punkte verbessert. Mit fast 53 Prozent bewerteten die meisten Betriebe ihre Situation als befriedigend. 36,4 Prozent sogar als gut. Als schlecht sahen nur knapp elf Prozent ihre derzeitige wirtschaftliche Lage.

Besonders positiv sei die konjunkturelle Lage in der Bauwirtschaft. Die starke Nachfrage im Wohnungsbau hat die Branche mit einem Wert von 134 Punkten in die Spitzengruppe geführt. In der Industrie konnte eine leichtere Verbesserung verzeichnet werden, ebenso im Handel. Dagegen lässt die konjunkturelle Belebung in der Verkehrswirtschaft noch auf sich warten.

Weiterhin positiv wird sich auch der Arbeitsmarkt entwickeln. Denn 18 Prozent der Betriebe wollen mehr Mitarbeiter einstellen und nur elf Prozent Personal abbauen.

Doch trotz der positiven Stimmung blicken die Unternehmen einigen Entwicklungen mit Sorge entgegen. Fast jeder zweite Betrieb sehe laut Umfrage in steigenden Energie- und Rohstoffpreisen ein Problem für die wirtschaftliche Entwicklung. Ebenso stehen sie den politischen Bedingungen kritisch entgegen. „Angesichts der wenig wachstumsfreundlichen Aussagen des Berliner Koalitionsvertrages kann das kaum verwundern“, sagt Kühn.

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erstellt am 04.Feb.2014 | 15:54 Uhr

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