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Femern A/S: : „Gebohrter Tunnel unterm Fehmarnbelt zu riskant“

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In der Diskussion um die geplante Feste Fehmarnbeltquerung zeichnet sich neuer Streit ab.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2013 | 13:51 Uhr

Lübeck | Obwohl dänische Umweltuntersuchungen einen Bohrtunnel für die umweltverträglichste Lösung halten, will die Planungsgesellschaft Femern A/S einen Absenktunnel bauen. „Wegen des großen Baurisikos, des technischen Aufwands und der Mehrkosten von 1,3 Milliarden Euro wollen wir die aus Sicht der Umweltbehörden zweitbeste Lösung beantragen“, sagte der Sprecher von Femern A/S, Obinna van Capelleveen, am Mittwoch. Die Ergebnisse der Umweltuntersuchung sollen an diesem Donnerstag bei der elften Sitzung des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung vorgestellt werden.

In der Studie werden die Auswirkungen einer Schrägkabelbrücke, eines Absenktunnels und eines gebohrten Tunnels auf die Umwelt untersucht. „Aus umweltfachlicher Sicht sind alle drei Varianten sowohl in Dänemark als auch in Deutschland genehmigungsfähig“, sagte Capelleveen. Bei der Entscheidung für die Absenkvariante spielten auch wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle, schließlich sei die Bauzeit für einen gebohrten Tunnel rund 18 Monate länger, so dass sich die Zinslast erhöhen würde, sagte er. „Doch ausschlaggebend sind die baulichen Gründe.“ Der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes, Volkher Looft, sagte, sein Verband präferiere den Bohrtunnel, weil der keine ökologische Schäden an der Meeresbiologie verursache.

Mit dem Bau des 19 Kilometer langen Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland soll voraussichtlich 2015 begonnen werden. Die endgültige Zustimmung der Parlamente in Kopenhagen und Berlin steht noch aus.

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