Institute aus Kiel und Kassel : Fusion zur größten deutschen Kirchenbank perfekt

Das Gebäude der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG (EDG/Kiel).
Das Gebäude der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG (EDG/Kiel).

Aus Instituten aus Kiel und Kassel entsteht die größte Kirchenbank Deutschlands. Schärferer Wettbewerb und die anhaltenden Niedrigzinsen machen den Zusammenschluss nötig.

shz.de von
30. Juni 2014, 19:33 Uhr

Kassel/Kiel | Die Fusion zur größten Kirchenbank in Deutschland ist unter Dach und Fach. Wie die Evangelische Kreditgenossenschaft (EKK) am Montag mitteilte, stimmte die Generalversammlung des Instituts in Kassel mit 99,1 Prozent dem Zusammenschluss mit der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG (EDG/Kiel) zu. Die EDG hatte bereits am Freitag grünes Licht gegeben.

„Es ist uns wichtig, uns nicht von äußeren Faktoren beeinflussen zu lassen, sondern unsere Zukunft erfolgreich selbst zu steuern“, sagte EKK-Chef Thomas Katzenmayer. Er wird auch Vorstandssprecher der neuen Bank. In Kirche und Diakonie sei es in letzter Zeit vermehrt zu Zusammenschlüssen gekommen. „Dem folgen wir“, betonte Katzenmayer.

Die neue Evangelische Bank eG wird mit einer Bilanzsumme von fast acht Milliarden Euro und etwa 500 Mitarbeitern die größte Kirchenbank Deutschlands. Im Vergleich zu Branchenriesen wie der Deutschen Bank oder der Commerzbank ist sie aber ein kleines Institut. Der Zusammenschluss wird rückwirkend zum 1. Januar 2014 wirksam. Auf die Kunden der beiden bisherigen Banken kommen nun eine neue Bankleitzahl und neue Kontonummern zu.

Kunden von Kirchenbanken sind die Kirchen selbst, die beispielsweise Einnahmen aus der Kirchensteuer dort anlegen. Dazu kommen aber etwa auch diakonische Einrichtungen, Kirchenkreise und -gemeinden sowie Privatkunden. Die Banken in Kiel und Kassel reagieren mit der Fusion auf das anhaltend niedrige Zinsniveau, gestiegenen Wettbewerbsdruck, strengere aufsichtsrechtliche Anforderungen und Veränderungen im Kundenspektrum. Hauptsitze des fusionierten Instituts soll es in Kiel und Kassel geben, juristischer Sitz wird Kassel sein.

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