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Arbeitslosenstatistik für Sh und Hamburg : Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt hält an

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Die Arbeitslosenquote sinkt landesweit - doch es gibt weiter starke regionale Unterschiede.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2017 | 10:54 Uhr

Kiel | Die Arbeitslosigkeit hat in Schleswig-Holstein auch im Mai saisonbedingt weiter abgenommen. Ende des Monats waren im nördlichsten Bundesland 89.900 Menschen ohne festen Job und damit vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Das ist der niedrigste Stand in einem Mai seit 1993. Im Vergleich zum April sank die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer um 2,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 5,9 Prozent, nach 6,2 Prozent vor einem Jahr. „Die Arbeitskräftenachfrage liegt weiterhin über dem bereits hohen Niveaus des Vorjahres“, sagte die Regionaldirektorin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann.

 

In Stormarn ist die geringste Arbeitslosenquote mit 3,3 Prozent. Am höchsten liegt der Wert in Neumünster mit 9,3 Prozent. Jeweils höher als die Quote der Arbeitslosen ist die Unterbeschäftigungsquote, die auch alle Nichtbeschäftigten zählt, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie beispielsweise Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung sind. Diese Unterbeschäftigungsquote beträgt in Stormarn 4,9 Prozent, in Neumünster 11,8 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen in Hamburg ist zum ersten Mal in diesem Jahr unter die Marke von 70.000 gefallen. Im Mai waren 69.712 Hamburger arbeitslos gemeldet und somit 1,4 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, teilte die Arbeitsagentur in der Hansestadt mit. Gegenüber dem April lag der Rückgang bei 1,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 6,8 Prozent, nach 7,0 Prozent im Vormonat. Damit habe sich die erfreuliche Entwicklung seit Beginn des Jahres fortgesetzt. Insgesamt waren 949.000 Menschen in Hamburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Stand März), das sind 2,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Woher kommt die Arbeitslosenstatistik?

Die Bundesagentur für Arbeit berechnet die registrierte Arbeitslosigkeit. Diese wird definiert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der sogenannten zivilen Erwerbspersonen, also aller Erwerbstätigen und Arbeitslosen zusammen.

Wer gilt als arbeitslos?

Man ist nicht einfach arbeitslos, nur weil man nicht arbeitet. Arbeitslos ist, wer weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, aber mehr als 15 Stunden arbeiten will und jünger als das jeweilige Rentenalter ist. Unter registrierter Arbeitslosigkeit werden die Arbeitslosen gezählt, die arbeitslos gemeldet sind.

Wer gilt nicht als arbeitslos?

Nicht als arbeitslos gewertet werden

- Alle, die an Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen. Auch alle Arbeitslosen, die durch private Arbeitsvermittler betreut werden, werden nicht mehr in der offiziellen Arbeitslosenstatistik geführt.

- Langzeitarbeitslose, die in Zusatzjobs auf den „Ersten Arbeitsmarkt“ vorbereitet werden, also eine sogenannte Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung haben.

- Personen, die arbeitsunfähig erkrankt sind.

- Arbeitslose, die mindestens 58 Jahre alt sind und wenigstens zwölf Monate Hartz IV beziehen, ohne ein Jobangebot bekommen zu haben.

Was ist die Unterbeschäftigungsquote?

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind.

Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus drei Personengruppen:

  1. den Arbeitslosen nach § 16 SGB III,
  2. Teilnehmern an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und
  3. Personen in bestimmten Sonderstatus (vor allem kurzfristig erkrankte Personen).
Wo kann man sich über Jobs im Norden informieren?

Stellenangebote gibt es

- in der Jobbörse der Agentur für Arbeit

- regional auf jobs.sh

- bundesweit auf Internet-Plattformen wie Monster.de oder Stepstone.de

 
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