Telekommunikation : Freenet-Verkauf vorerst abgeblasen

Keine Übernahme: Freenet-Standort in Büdelsdorf. Foto: Freenet
Keine Übernahme: Freenet-Standort in Büdelsdorf. Foto: Freenet

Ein Verkauf des Büdelsdorfer Telekomanbieters Freenet AG ist vorerst vom Tisch. Der an dem Verkauf interessierte Mobilfunkanbieter Drillisch geht damit leer aus.

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20. Dezember 2007, 03:26 Uhr

Nach einer Überprüfung der Strategie, die einen Komplettverkauf wie auch eine Aufspaltung in einzelne Teile umfasste, entschloss sich Freenet eigenständig zu bleiben, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Büdelsdorf mit. Die im Aktienindex TecDax notierte Gesellschaft prüft nun die Einrichtung einer Holding- Struktur, die eine Ausgliederung des DSL- und des Portalgeschäfts vorsieht.
Die Freenet AG hatte sich im Sommer auf Druck von Großinvestoren selbst zum Verkauf gestellt und nach einigem Zögern auch eine Aufspaltung nicht ausgeschlossen. Allerdings müssten für alle Teile - Festnetz, Mobilfunk, Webhosting - neue Eigentümer gefunden werden, hatte Vorstandschef Eckhard Spoerr gefordert. Als Käufer hatten sich der Internet-Dienstleister United Internet und der Mobilfunkanbieter Drillisch in Stellung gebracht, die über eine gemeinsame Holding ein Fünftel von Freenet kontrollieren.
Gespräche mit Drillisch über Handy-Sparte beendet

Während die Gespräche mit United Internet über eine Übernahme des DSL-Geschäfts scheiterten, vereinbarte Spoerr exklusive Verhandlungen mit Drillisch über die Handy-Sparte. Diese wurden nun ebenfalls beendet, teilte Freenet mit. Drillisch-Sprecher Oliver Keil lehnte einen Kommentar dazu ab. "Dazu kann ich nichts sagen."
Die Freenet AG ist im Frühjahr durch den Zusammenschluss von mobilcom und der alten freenet.de AG entstanden. Vorstandschef Spoerr will mit der Verschmelzung vom Zusammenwachsen des Handy- und Festnetzgeschäfts profitieren. Diese Strategie werde nun "konsequent" verfolgt, hieß es. Ende September kam Freenet auf 5,45 Millionen Mobilfunk- und 1,27 Millionen Breitbandkunden.

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