Telekommunikation : Freenet stellt Weichen für Konzernumbau

Freenet-Vorstandschef Spoerr: Voraussetzung für den Verkauf des Breitbandgeschäfts ist geschaffen.
Freenet-Vorstandschef Spoerr: Voraussetzung für den Verkauf des Breitbandgeschäfts ist geschaffen.

Der Telekomanbieter Freenet hat die Weichen für den Verkauf seines Breitbandgeschäfts gestellt. Die Ausgliederung des DSL- und Portalgeschäfts ist beschlossene Sache.

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03. März 2008, 03:49 Uhr

"Der Beschluss des Aufsichtsrats bedeutet nicht, dass dies zu einem Verkauf führt. Er schafft aber die Voraussetzung dafür", sagte Vorstandschef Eckhard Spoerr der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag in Hamburg.
Im vergangenen Jahr ging der Überschuss des Telekomanbieters verglichen mit dem Vorjahr von 257 Millionen Euro auf 16,5 Millionen Euro zurück. Der Konzernumsatz des im TecDax notierten Unternehmens (Büdelsdorf) fiel um 9,3 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) legte dagegen um fast 80 Prozent auf 252 Millionen Euro zu.
Geringer Kundenzuwachs im vierten Quartal
Die Zahl der DSL-Kunden erhöhte sich im vierten Quartal 2007 um lediglich 10 000 auf 1,28 Millionen Ende Dezember. Zeitgleich nahm die Gesellschaft 260 000 neue Handy-Nutzer unter Vertrag, so dass 5,7 Millionen Menschen zum Jahreswechsel via freenet telefonierten. Da die freenet AG erst vor rund einem Jahr durch die Verschmelzung von mobilcom und der früheren freenet AG entstanden war, sind die Zahlen nicht mit dem Vorjahreszeitraum vergleichbar.
Für die Breitbandsparte mit ihren 1,3 Millionen Kunden gibt es nach Angaben von Spoerr "mehrere Interessenten". Unter anderem gelten Versatel und Telefónica als mögliche Bieter.

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