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Insolvenz in SH : Firmen gehen seltener pleite

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Den Unternehmen in Schleswig-Holstein geht es besser. Zumindest ist die Zahl der Anträge auf Insolvenz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Anders sieht es allerdings im Kreis Pinneberg aus.

Kiel | In Schleswig-Holstein sind im ersten Halbjahr 509 Anträge auf Unternehmensinsolvenz gemeldet worden und damit knapp 18 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Wie das Statistikamt Nord weiter berichtete, stiegen aber die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger kräftig von 280 Millionen auf 450 Millionen Euro. Die durchschnittliche Forderungshöhe je Insolvenzfall erhöhte sich damit von 456 000 auf 884 000 Euro. Die Zahl der von Insolvenz bedrohten Arbeitsplätze sank von 2660 auf 2249.

Am häufigsten von Firmenpleiten betroffen waren der Handel und das Baugewerbe. Entgegen dem Landestrend meldete der Kreis Pinneberg eine deutliche Zunahme: Im ersten Halbjahr wurden dort 68 Insolvenzanträge gestellt; im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 51.

Anders als im nördlichsten Bundesland ist die Zahl der Firmenpleiten in Hamburg kräftig gestiegen. In den ersten sechs Monaten mussten 468 Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten, das sind 17 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte das Statistikamt Nord außerdem mit. Allerdings verringerte sich der mögliche wirtschaftliche Schaden von 1,1 Milliarden auf 770 Millionen Euro. Auch die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer fiel mit knapp 1400 deutlich geringer aus als im Vergleichszeitraum, in dem mehr als 2200 Beschäftigte die Insolvenz ihres Arbeitgebers zu verkraften hatten. Nach Angaben des Amtes gingen vor allem kleinere Unternehmen in die Insolvenz.

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erstellt am 09.10.2013 | 12:00 Uhr

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