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Insolventer Kieler Augenarzt : Fall Uthoff: Gläubiger müssen tapfer sein

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Die Forderungen der mehr als 100 Gläubiger des Kieler Augenarztes belaufen sich auf insgesamt rund 120 Millionen Euro.

Kiel | Die Gläubiger des Kieler Augenarztes Prof. Detlef Uthoff erhalten aus der Insolvenzmasse voraussichtlich weniger als die Hälfte ihrer Forderungen. „Die Quote wird in einem deutlich mittleren zweistelligen Bereich liegen“, sagte Sachwalter Prof. Klaus Pannen nach einer Gläubigerversammlung am Mittwoch im Kieler Amtsgericht. „Die Masse ist fast verdoppelt worden.“ Die Rede ist von weniger als 20 Millionen Euro.

Grund dafür, dass die Gläubiger weniger ihrer Forderungen bekommen, ist der Verkauf des Betriebs der Augenklinik Bellevue an eine Investorengruppe um Operateure der Klinik. Zudem schloss Pannen einen Vergleich in ungenannter Höhe mit der Familie Uthoff, der unter anderem die Immobilie gehört. Bis Mitte April soll Uthoffs Generalbevollmächtigter Prof. Rolf Rattunde den Insolvenzplan überarbeiten. Am 7. Mai beraten die Gläubiger erneut. Die damalige Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke (SPD) musste letztlich wegen eines Steuerdeals mit Uthoff 2013 ihren Hut nehmen.

Die Forderungen der mehr als 100 Gläubiger belaufen sich auf insgesamt rund 120 Millionen Euro. Darunter ist auch das Finanzamt Kiel mit bis zu 29 Millionen Euro. Diesen Anspruch ficht Uthoff vor Gericht an.

Unklar ist auch, ob die Forderungsverwaltungsgesellschaft DSU Geld aus der Insolvenzmasse erhält. Die Stadt Kiel hat einen rechtskräftigen Titel, um 7,8 Millionen Euro eintreiben zu können.

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erstellt am 25.Mär.2015 | 14:10 Uhr

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