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Scandlines : Fähren werden umweltfreundlicher

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Weniger Treibstoff, weniger Kohlendioxid: Die Reederei Scandlines setzt auf Hybrid-Antrieb. Die erste Fähre auf der Route Puttgarden-Rødby fährt bereits mit dem umweltfreundlichen System.

Puttgarden | Die Fähren auf der Route Puttgarden-Rødby sollen sauberer und leiser werden. Als erstes Schiff ihrer Flotte hat die Reederei Scandlines die „Prinsesse Benedikte“ mit einem Hybridantrieb ausgestattet, der einen Dieselmotor mit einem Batterieantrieb kombiniert. Dabei wird die bei langsamer Fahrt oder während der Hafenliegezeiten in den Dieselgeneratoren produzierte überschüssige Energie in Batterien gespeichert und bei voller Fahrt wieder abgegeben. Dadurch könne der Kraftstoffverbrauch um rund 20 Prozent und der Kohlendioxid-Ausstoß um bis zu 15 Prozent reduziert werden, sagte eine Reedereisprecherin  heute auf einer Pressekonferenz in Puttgarden.

Die deutsch-dänische Reederei plant bis 2015 mehr als 40 Millionen Euro in nachhaltige Technologien auf den Fährrouten Puttgarden-Rødby und Rostock-Gedser. 14 Millionen davon gehen in das neue Hybrid-System. Damit setzt Scandlines weltweit als erste Fährreederei im großen Umfang auf ein Hybrid-System an Bord. Bisher ist das System erst auf der „Prinsesse Benedikte“ eingebaut. Im Laufe des Jahres sollen die drei anderen Fähren der Vogelfluglinie folgen.

Vorstandvorsitzender Søren Poulsgaard Jensen freute sich auf der Pressekonferenz in Puttgarden über den gelungenen Auftakt: „Das Hybrid-Antriebssystem auf der Vogelfluglinie ist ein wesentlicher Baustein unserer Strategie für nachhaltigen Fährverkehr. Wir sind stolz darauf, dass Scandlines hier eine Vorreiterrolle einnimmt.“

Hintergrund der Anstrengungen sind strengere Umweltauflagen, stark gestiegene Treibstoffpreise, aber auch der Wunsch, eine Alternative zur geplanten festen Fehmarnbeltquerung auf die Beine zu stellen. Die Reederei will beweisen, dass der Verkehr über die Vogelfluglinie mit modernen, emissionsarmen Schiffen ebenso leistungsfähig ist, wie der umstrittene Straßen- und Eisenbahntunnel, der voraussichtlich 2021 eröffnet werden soll.

Die 1997 in Dienst gestellte „Prinsesse Benedikte“ ist eine von vier baugleichen Doppelendfähren, die im Halbstundentakt zwischen Puttgarden auf der Ostseeinsel Fehmarn und dem knapp 20 Kilometer entfernten dänischen Hafen Rødby verkehren

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erstellt am 05.Feb.2014 | 17:27 Uhr

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