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Ex-Prokon-Chef Carsten Rodbertus wirbt jetzt um Aktionäre

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 19:31 Uhr

Mit dem Rauswurf aus der Geschäftsführung seiner eigenen, vorläufig insolventen Firma erlitt Prokon-Gründer Carsten Rodbertus (Foto) eine herbe Schlappe. Seitdem hat bei der Windkraft-Firma in Itzehoe Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin das Sagen. Voraussichtlich Ende der Woche soll das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Rodbertus hat aber offenbar bereits ganz eigene Pläne.

In Bremen kündigte der umstrittene Firmen-Gründer den Aufbau eines neuen Unternehmens an – einer Aktiengesellschaft. Schon zuvor hatte sich Rodbertus mit dem Aufbau einer Genossenschaft versucht, die dann jedoch wieder auf Eis gelegt wurde. Einem Bericht des „Weser Kurier“ zufolge soll Rodbertus für seine neuen Pläne eine „Vorrats-Aktiengesellschaft“ gekauft haben, die er nun nach seinen eigenen Vorstellungen umgestalten will. Solche Vorrats-AGs sollen es Unternehmern demnach ersparen, viel Zeit auf die Registrierung neuer Firmen verwenden zu müssen.


Sächsische Holzfirma soll gekauft werden


Die Internet-Seite der Aktiengesellschaft ist bereits fertiggestellt. Der Name auch hier: Prokon. Genauer gesagt: „Prokon für eine lebenswerte Zukunft AG“. Das Problem: Die Namensrechte für Prokon liegen eigentlich bei der Prokon Energiesysteme GmbH – doch die wird jetzt vom Insolvenzverwalter kontrolliert.

Mit 50 Euro sollen sich Verbraucher an der Prokon AG beteiligen. „Wir wollen damit den Teil, der aus der Prokon Unternehmensgruppe heraus gelöst werden soll, von der Prokon Genussrechtsgesellschaft erwerben“, so AG-Vorstand Rüdiger Gronau. Aussagen von Rodbertus zufolge soll es aber zunächst vor allem um den Holzverarbeiter HIT gehen. Die Firma im sächsischen Torgau gehörte nie zur Prokon-Gruppe – wenngleich schon früher versucht wurde, diesen Eindruck zu erwecken. Aus gutem Grund: Prokon hat der Firma Geld in dreistelliger Millionenhöhe zukommen lassen. Nun will Rodbertus den Holzverarbeiter Berichten zufolge sogar kaufen. Mit den beiden Eigentümern sei er bereits im Gespräch.

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