Bilanz 2017 : Erstmals seit 1989: Schleswig-Holstein erzielt Exportüberschuss

Ein Containerschiff fährt unter der Levensauer Hochbrücke. /Archiv
Ein Containerschiff fährt unter der Levensauer Hochbrücke. /Archiv

Waren im Wert von 22,6 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr exportiert – vor allem nach Dänemark.

shz.de von
28. Mai 2018, 10:08 Uhr

Kiel | Schleswig-Holstein hat 2017 erstmals seit 1989 wieder einen Exportüberschuss erzielt. Im nördlichsten Bundesland seien im vergangenen Jahr Waren im Wert von 22,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 20,8 Milliarden importiert worden, teilte das Statistikamt Nord am Montag mit. Demnach erhöhten sich die Ausfuhren gegenüber 2016 um 12,4 Prozent, die Einfuhren lediglich um 0,2 Prozent. Wichtigster Handelspartner Schleswig-Holsteins war wie in den Vorjahren Dänemark.

In das Nachbarland wurden Waren im Wert von rund 1,8 Milliarden Euro und damit 7,9 Prozent aller Exporte geliefert. Mit den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Polen, Belgien und Italien gehörten sechs weitere EU-Länder zu den zehn größten Abnehmern. Der Anteil des gesamten EU-Raumes an den schleswig-holsteinischen Ausfuhren belief sich auf 56,3 Prozent.

Außerhalb Europas gehörten die USA (6,8 Prozent aller Exporte), China (4,7 Prozent) sowie Russland (3,4 Prozent) zu den größten Abnehmern.

Außenhandel Hamburgs war 2017 rückläufig

Anders in Hamburg. Zwar wurden Waren im Wert von rund 51,1 Milliarden Euro aus Hamburg ins Ausland ausgeführt, das waren allerdings 5,4 Prozent weniger als 2016. Ein Fünftel der Exporte ging nach Frankreich. Die Lieferungen dorthin seien größtenteils auf den Austausch von Komponenten im gemeinschaftlichen europäischen Flugzeugbau zurückzuführen, teilte die Behörde am Montag mit. Der Anteil aller EU-Länder an den Hamburger Exporten betrug 52 Prozent. China kam auf einen Anteil von 11,6 Prozent, die USA auf 8,6 Prozent.

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