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Landwirtschaft : Ernte 2017: Bauern hoffen auf beständiges Wetter in SH

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Die Landwirte erwarten gute Ernte-Erträge beim Getreide. 142.000 Tonnen mehr als 2016 sind wahrscheinlich.

shz.de von
erstellt am 20.Jul.2017 | 12:30 Uhr

Bauern hoffen auf beständiges Erntewetter - Gute Erträge erwartet | In Schleswig-Holstein rücken die Mähdrescher aus. Die Bauern erwarten in diesem Jahr eine gute Getreideernte, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer, Claus Heller, im nordfriesischen Niebüll am Donnerstag. Die Erträge im nördlichsten Bundesland werden auf insgesamt knapp 2,6 Millionen Tonnen geschätzt, sagte er. Das wären rund 142.000 Tonnen (5,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Hiervon entfallen voraussichtlich 1,9 Millionen Tonnen auf die Brotgetreidearten Weizen und Roggen und rund 690.000 Tonnen auf die Futtergetreidearten Gerste, Hafer und Triticale.

Schleswig-Holsteins Bauern kultivierten in diesem Jahr Getreide auf rund knapp 298.000 Hektar. Das sind 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr, sagte Heller. „Wir brauchen jetzt trockenes, beständiges Wetter für die Gerstenernte und die dann folgende Raps- und Weizenernte“, sagte Heller.

Wintergerste steht in diesem Jahr nach Angaben des Statistikamtes auf 61.600 Hektar. Das sind 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die erwartete Erntemenge liegt mit 538.500 Tonnen trotzdem um fast 14 Prozent über der Vorjahresmenge.

Winterweizen ist in diesem Jahr mit über 185.000 Hektar erneut flächenstärkste Getreideart Schleswig-Holstein. Bei einer Steigerung der Anbaufläche um 0,7 Prozent im Vergleich zu 2016 erwarten die Bauern eine Erntemenge von rund 1,7 Millionen Tonnen. Das sind rund 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Beim Winterroggen werden trotz Reduzierung der Anbaufläche um 1,9 Prozent auf 26.400 Hektar ein Erntezuwachs um elf Prozent auf über 203.000 Tonnen erwartet.

Sommergetreide steht in diesem Jahr den Angaben zufolge auf knapp 16.600 Hektar. Erwartet werden Erntemengen von 24.800 Tonnen Weizen, 32.500 Tonnen Gerste und 51.800 Tonnen Hafer.

Der Raps wurde in diesem Jahr auf rund 97.000 Hektar angebaut. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 4,5 Prozent weniger. Die Rapsernte wird nach Einschätzung der Experten mit 394.100 Tonnen voraussichtlich 35 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Deutschland ist den Angaben zufolge größter Rapsanbauer der EU. 

Die Lage der Milchbauern hat sich nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer etwas entspannt. Die Erträge für Grassilage waren höher als im Vorjahr, sagte Kammerpräsident Heller. „Auch die Heubergung war in diesem Jahr dank des guten Wetters Mitte-Ende Juni sehr gut möglich.“ Das trage dazu bei, dass die Milchviehbetriebe ihre finanziellen Lücken weiter stopfen können. Mais wird in Schleswig-Holstein erste ab Ende September geerntet. Daher gebe es noch keine Ernteeinschätzung, sagte Heller.

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