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Offshore-Windparks : Energiefirmen untersuchen Folgen für die Umwelt

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Drei Energiekonzerne erforschen in der Norsee, welchen Effekt Offshore-Windparks auf das Leben unter Wasser haben.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 17:49 Uhr

Hamburg | In einem Nordseegebiet von der achtfachen Größe des Bodensees prüfen drei Energiekonzerne gemeinsam, welchen Effekt Offshore-Windparks auf das Leben unter Wasser haben. Ziel ist neben einem besseren Umweltschutz auch ein niedrigerer Strompreis.  Die Energiefirmen Eon, Dong Energy und Strabag OW EVS wollen sieben Jahre lang den Einfluss von Offshore-Windparks auf die Nordsee analysieren. Untersucht werde ein 4300 Quadratkilometer großes Gebiet nördlich der ostfriesischen Inseln, teilten die Unternehmen am Donnerstag mit.

Das gemeinsame Projekt auf einem Gebiet von der achtfachen Größe des Bodensees soll neben der Erkundung der Umweltfolgen auch die Kosten für Windenergie reduzieren. Alle drei Unternehmen planen oder bauen Offshore-Windparks in der Nordsee und sind deshalb verpflichtet, mögliche Beeinträchtigungen der Umwelt zu prüfen. Mit der Umweltuntersuchung Nördlich Borkum (UMBO) GmbH soll daher eine gemeinsame Datenbank erstellt werden. Auf die Daten werden nicht nur die drei Gesellschafter Zugriff haben, sondern auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie weitere Unternehmen, die Windparks in dem untersuchten Areal planen, hieß es.„Dieses Joint Venture wird uns unserem Ziel näherbringen, die Bau- und Betriebskosten von Offshore-Wind stetig zu senken“, sagte die Geschäftsführerin von Dong Energy, Trine Borum Bojsen. Sven Utermöhlen, Direktor der Offshore-Sparte von Eon, ist sicher, dass die Initiative Offshore-Wind „als verlässliche und wirtschaftliche Energiequelle in einem zunehmend unsicheren Energiesystem“ etablieren kann.

Die Energiegewinnung auf hoher See ist nicht ohne Risiken. Erst kürzlich hatte der Hamburger Ökonom Steffen Bukold eine Studie vorgestellt, der zufolge die Zahl der Unfälle auf Ölplattformen in der Nordsee zugenommen hat. Auch Windparks stehen in der Kritik: Die Lärmbelastung unter Wasser belaste vor allem Meeressäuger massiv, sagen Umweltschützer.

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