Medizintechnik aus Lübeck : Drägerwerk senkt Gewinnprognose

Der Firmensitz von Drägerwerk in Lübeck.
Der Firmensitz von Drägerwerk in Lübeck.

China und die USA sind eigentlich für den Dräger-Konzern profitable Länder. Doch die Nachfrage dort schwächelt.

shz.de von
16. Juli 2015, 11:17 Uhr

Lübeck | Der Dräger-Konzern, einer der führenden Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik, blickt wegen schleppender Geschäfte in China und den USA weniger optimistisch auf das Gesamtjahr. Die Marge beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde 2015 bei 5,0 bis 7,0 Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit.

Die Drägerwerk AG & Co. KGaA mit Sitz in Lübeck ist ein international führender Hersteller von Medizin und Sicherheitstechnik und beschäftigt rund 13.500 Mitarbeiter in 190 Ländern. Anästhesiearbeitsplätze, Beatmungsgeräte für Intensivmedizin, aber auch Brandübungsanlagen und Alkohol- und Drogentestgeräte gehören zu den Produkten. Das Unternehmen wurde 1889 in Lübeck gegründet.

Bisher war Drägerwerk von 6,0 bis 8,0 Prozent ausgegangen. Die Vorzugsaktien von Drägerwerk fielen im nachbörslichen Handel in einer ersten Reaktion um 6 Prozent unter ihren Xetra-Schlusskurs.

Die Geschäftsentwicklung in einigen für Dräger besonders profitablen Ländern der Regionen Asien-Pazifik und Amerika habe unter den Erwartungen gelegen, hieß es in der Mitteilung weiter. Dies treffe insbesondere auf China und die USA zu. Auch im zweiten Halbjahr werde dort keine wesentliche Verbesserung der Nachfrage erwartet.

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