Pläne für „Zukunftsfabrik“ : Dräger investiert 70 Millionen in den Standort Lübeck

Dräger, größter industrieller Arbeitgeber des Landes, will im Süden Lübecks eine „Zukunftsfabrik“ entstehen lassen. Jetzt will Konzernchef Dräger Einzelheiten bekanntgeben.

shz.de von
21. Januar 2015, 13:00 Uhr

Lübeck | Der weltweit tätige Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller Dräger will an seinem Stammsitz Lübeck expandieren. Dazu soll der bestehende Standort Revalstraße im Süden Lübecks zur „Zukunftsfabrik“ ausgebaut werden. Dafür werden rund 70,7 Millionen Euro investiert, sagte Konzernchef Stefan Dräger am Mittwoch.

Am Standort sollen vom Frühjahr 2016 an Produktion und Logistik zusammengefasst werden. Dadurch könnten Produktionsabläufe beschleunigt, Kosten gesenkt und die Kundenzufriedenheit verbessert werden, sagte Dräger. Bislang produziert das Unternehmen in Lübeck an zwei Standorten. Durch die Konzentration erhofft sich Dräger Einsparungen von rund 7,7 Millionen Euro im Jahr, um weiter nachhaltig wachsen zu können.

Am Standort Revalstraße werden seit 1989 vor allem Komponenten für den Bereich Sicherheitstechnik produziert. Mit der Investition bekennt sich das Unternehmen im 126. Jahr seines Bestehens zugleich zum Standort Lübeck. 2006 hatte Dräger am Stammsitz des Unternehmens in der Moislinger Allee eine neue Firmenzentrale eingeweiht. Noch 2004 hatte das Unternehmen wegen zu hoher Produktionskosten mit einem Umzug nach Tschechien oder ins Hamburger Umland gedroht.

Der Drägerwerk-Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik. Er beschäftigt weltweit mehr als 13.000 Mitarbeiter, davon rund 5000 an verschiedenen Standorten in Lübeck.

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