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Schleswig-Holstein-Abend : „Die Lebensmittel sind sicher“

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Bauernpräsident Rukwied fordert einen Dialog mit Landwirtschafts-Skeptikern. Ministerpräsident Albig sagt zu, dass sich das Land auch 2015 auf der Grünen Woche engagieren wird.

Berlin | Frische Riesengarnele, Büsumer Nordseekrabben und Räucherlachs, gebeizter Rehschinken, Filet vom nordischen Weiderind und zum Abschluss Kastanienkuchen mit Haselnuss-Eis – Schleswig-Holsteins Küche auf hohem Niveau ist Tradition beim Schleswig-Holstein-Abend im Berliner Hotel Steigenberger. Anlässlich der Grünen Woche haben Landwirtschaftskammer und Bauernverband gestern dort rund 300 Gäste aus Politik und Wirtschaft empfangen. Bauernpräsident Werner Schwarz freute sich besonders, dass Ministerpräsident Torsten Albig kurzfristig doch noch erschienen war. Einen Messebesuch hatte er aus terminlichen Gründen abgesagt.

Am Abend aber setzte er ein deutliches Signal, dass sich Schleswig-Holstein auch 2015 wieder auf der Grünen Woche zeigen und sich das Land weiter für diese Messe engagieren werde. „Die Finanzministerin und ich werden es hinbekommen, dass das Defizit nicht bei den Ausstellern hängen bleibt. Da wird auch der Wirtschaftsminister etwas geben müssen“, sagte Albig. Wegen der Ankündigung Robert Habecks, das Hallenkonzept überdenken zu wollen, waren Messeteilnehmer besorgt, das Land wolle sich von der Grünen Woche möglicherweise ganz zurückziehen.

In seiner humorvollen Begrüßungsrede ließ sich Landesbauernpräsident Schwarz eine Spitze gegen Landwirtschaftsminister Robert Habeck zum Thema Knicks nicht nehmen. Der Grüne hatte im Sommer vergangenen Jahres eine neue Schutzverordnung erlassen. Da sei noch nicht alles perfekt, aber die Landwirte seien mit der Politik im Austausch, um daran zu feilen, sagte Bauernverbandssprecher Klaus Dahmke auf der Messe.

Bundesbauernpräsident Joachim Rukwied lenkte den Blick auf das, wofür die Grüne Woche eigentlich steht: „Sie zeigt das Feinste vom Feinsten zum Genießen.“ Die deutschen Landwirte leisteten gute Arbeit. „Wir sind nicht mehr bereit, uns von einigen wenigen diffamieren und beschimpfen zu lassen.“ Deshalb fordert er noch mehr Transparenz in der Landwirtschaft und Gespräche zwischen den Bauern und Skeptikern. Vor der großen Demo gegen Massentierhaltung am Sonnabend in Berlin habe er Teilnehmer gesehen, die sich in einem Fastfood-Restaurant gestärkt haben. „Das zeigt mir also: auch die glauben, unsere Lebensmittel sind sicher.“ Jeder Mensch solle selbst entscheiden, wie er sich ernährt.

Carsten Kock moderierte durch den Abend. Musikalisch begleitet wurde er vom Lene-Krämer-Musikquintett aus Malente. Christine Schütze sorgte für Spaß mit Klavier und Kabarett.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 00:32 Uhr

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