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Auszeichnung vom Fachmagazin : Deutschlands bester Supermarkt steht in Itzehoe

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Vier weitere Märkte aus SH schafften es in die Top 100. Dazu mussten sie die „Hose runter“ lassen.

shz.de von
erstellt am 17.04.2015 | 16:30 Uhr

Itzehoe | Geht es um Supermärkte, so sind jene mit mehr als 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche so etwas wie die Schwergewichts-, die Königsklasse. Der deutsche Champion in dieser Disziplin steht in Schleswig-Holstein. Genauer gesagt: in Itzehoe. So befindet es das Fachmagazin Lebensmittelpraxis in einem jährlichen Wettbewerb. In der Kategorie „Selbstständig geführte Märkte mit mehr als 2000 Quadratmetern“ setzte sich das Itzehoer E-Center Frauen gegen ein Rewe-Center aus Butzbach in der Nähe von Frankfurt am Main sowie einen anderen Edeka-Markt aus Würzburg durch.

Das Auswahlverfahren ist umfangreich: „Kunden im Markt müssen sagen, dies ist mein Lieblingsmarkt“, erklärt Juniorchef Jan Frauen die Eingangsbedingung. Schafft es ein Supermarkt unter die Top 100 in Deutschland, kann er sich bewerben – und muss dafür die „Hose runter“ lassen. Zahlen müssen her, zum Umsatz, zur Anzahl der Mitarbeiter, zu den Gewinnmargen. Also all das, worüber Kaufleute für gewöhnlich nicht sonderlich frei sprechen.

Es folgen unter anderem die Prüfung durch eine Jury und ein Testkauf – anonym, unangekündigt. Frauen zufolge werden dann gezielt Fragen in der Fleisch- und Käseabteilung sowie bei Weinen gestellt. Später sollte er erfahren, dass es vor allem die Ergebnisse des Testkaufs waren, bei denen das Itzehoer Geschäft trumpfen konnte. Neben den Itzehoern schafften es noch andere Märkte aus dem Norden in die Top 100: ein Rewe aus Schenefeld, die Famila-Märkte aus Ahrensburg und Timmendorfer Strand sowie das Famila-Warenhaus in Rendsburg.

Insgesamt unterhält die Frauen-Gruppe sieben Märkte an den Standorten Brunsbüttel Itzehoe, Marne, Heide und Glückstadt. Der erste wurde vor gut 18 Jahren gegründet, der ausgezeichnete Markt kam vor rund drei Jahren hinzu. „Unser Unternehmensziel ist es, Bester am Ort zu sein“, gab Jan Frauen erst bei der letzten Weihnachtsfeier des Unternehmens als Ziel aus. Es scheint gelungen. Denn längst nicht nur der Standort in Itzehoe ist preisgekrönt. „Wir haben da eine lange Historie“, sagt Frauen.

1993, als der Preis erstmals verliehen wurde, holte ihn das Stammhaus auf Anhieb. 2012 folgte eine Auszeichnung für den Standort Heide – jetzt für den jüngsten Markt. Dass sich die Frauen-Märkte in Zukunft noch an dem Wettbewerb beteiligen werden, zweifelt der Kaufmann derzeit an. Zu umfangreich sei das Bewerbungsverfahren.

„Unserer Mitarbeiter haben den Preis verdient“, sagt Frauen und betont, dass nicht die Inhaber, sondern die Belegschaft den Preis bekommen hätten. In den kommenden Wochen sollen sie dafür mit einem Sommerfest bedacht werden.

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