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Arbeitsmarkt : Deutlich mehr Arbeitslose in Schleswig-Holstein

vom

In Schleswig-Holstein sind im Juli deutlich mehr Menschen arbeitslos gewesen als noch im Juni. Der Anstieg sei jahreszeitlich üblich.

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 12:02 Uhr

Kiel | Die einsetzende Sommerflaute hat die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein im Juli deutlich steigen lassen. 101.400 Frauen und Männer waren ohne festen Job und damit 3800 oder 3,9 Prozent mehr als im Vormonat. Laut Agentur für Arbeit bedeutete dies auch ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat um 700 oder 0,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt im nördlichsten Bundesland derzeit 6,8 Prozent.
"Das ist für den Monat Juli eine übliche Entwicklung, die wir jedes Jahr registrieren", sagte die Chefin der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, am Mittwoch. Die Zahl der Arbeitslosen steige im Juli nicht nur durch quartalsbedingte Kündigungen. In vielen Branchen würden Einstellungen zudem bis nach den Ferien aufgeschoben.

Zahlreiche Einstellungschancen

"Entscheidend ist jedoch, dass sich viele Jugendliche nach Abschluss der Schul- und Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos melden." Der überproportionale Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen sei kein Grund zur Besorgnis. Im Vergleich zum Juni waren in dieser Altersgruppe 2400 mehr Menschen ohne festen Job.
Die Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskräften ist weiterhin geringer als noch im Vorjahr. Seit Jahresbeginn wurden 33.800 sozialversicherungspflichtige Jobs gemeldet. Das waren 11,3 Prozent oder 4300 Stellen weniger als im Vorjahreszeitraum. Haupt-Koopmann hofft auf eine größere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. "Speziell im Handel, im Gesundheitswesen, dem Baugewerbe und dem Gastgewerbe bieten sich allerdings schon aktuell zahlreiche Einstellungschancen", sagte sie.

Niedrigste Arbeitslosenquote unter den Kreisen hat Stormarn

Laut Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD) ist der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein mit 871.000 sozialversicherungspflichtigen Jobs in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. "Bei einem weiterhin saisontypischen Verlauf bin ich optimistisch, dass dieses hohe Beschäftigungsniveau bis in den Herbst hinein sogar noch weiter ansteigt", sagte er.
Die niedrigste Arbeitslosenquote unter den Kreisen hat weiterhin Stormarn mit 4,2 Prozent, die höchste Schleswig-Flensburg mit 7,6 Prozent. Bei den kreisfreien Städten sieht es in Lübeck mit 10,4 Prozent am besten aus, in Flensburg und Neumünster mit 11,1 Prozent am schlechtesten.

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