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Umstrittener SH-Slogan : „Der echte Norden“ bekommt Wirtschaftshilfe

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Dieser Tourismus-Slogan stößt vor allem in den Nachbarländern sauer auf. Doch für Wirtschaftsminister Meyer ist „der echte Norden“ ein voller Erfolg. Nun will Schleswig-Holstein beim Marketing eine Schippe drauflegen.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2015 | 12:55 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Landesregierung hat für ihre Standort-Dachmarke „Der echte Norden“ die Wirtschaft mit ins Boot geholt. In der zweiten Monatshälfte werden an mehr als 600 Stellen Plakate zu sehen sein, auf denen Unternehmer aus dem Land für den Standort werben. Es sei höchste Zeit, die Standortvorteile unter einer Marke zu bündeln und selbstbewusst nach außen aufzutreten, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montag zum Auftakt dieser Kampagne. Zielgruppen sind zunächst die kleinen und mittleren Unternehmen im Land, später Hochschulabsolventen und Fachkräfte sowie danach Investoren und Unternehmer außerhalb des Landes.

Schleswig-Holstein will mit seinem Anspruch, „der echte Norden“ zu sein, in Zukunft noch präsenter auftreten. „Der gewählte Slogan polarisiert zweifellos, aber genau das war das Ziel“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) in Kiel. Dadurch habe das nördlichste Bundesland „bundesweit einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht“.

Vor allem im südlichen Nachbarland Niedersachsen hatte der Tourismus-Slogan der Schleswig-Holsteiner im vergangenen Jahr erboste Reaktionen ausgelöst. Niedersachsens CDU-Fraktionschef Björn Thümler sprach seinerzeit gar von einem „Affront gegen die Zusammenarbeit der norddeutschen Länder“.

Meyer dagegen zieht eine positive Zwischenbilanz. „Der Startschuss der Dachmarke vor gut anderthalb Jahren ist sehr erfolgreich verlaufen“, sagte er. In einem zweiten Schritt der Kampagne müsse es nun darum gehen, „nach außen sichtbarer zu werden“.

Die Tourismusstrategie des Landes hat im Kern zum Ziel, den Umsatz der Branche von aktuell 7,5 Milliarden Euro bis 2025 um 30 Prozent zu steigern und die Zahl der Übernachtungen auf 30 Millionen. Bis Ende August legten die Zahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent zu. Im Vorjahr buchten Gäste aus dem In- und Ausland insgesamt 26,3 Millionen Übernachtungen. Zudem ist avisiert, bei der Gästezufriedenheit bundesweit unter die Top 3 zu kommen.

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