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Gesundheitsstudie : Depression und Burnout: Mehr Erkrankungen in SH

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Depression, Burnout oder Belastungsstörungen: Immer mehr Schleswig-Holsteiner können wegen psychischer Probleme nicht arbeiten. Entgegen dem Bundestrend.

Kiel | Die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen hat bundesweit erstmals nicht zugenommen - doch in Schleswig-Holstein gab es von 2012 auf 2013 einen Anstieg von um 4,5 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. „Statistisch gesehen war demnach jede bei der TK versicherte Erwerbsperson im vergangenen Jahr 2,9 Tage aufgrund von Belastungsstörungen, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen arbeitsunfähig", teilt die Krankenkasse mit. Ein regionaler Vergleich zeige, dass die psychisch bedingten Fehlzeiten in Schleswig-Holstein rund 19 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 2,5 Tagen läge.

Dabei sind nach einer bundesweiten Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit zum ersten Mal seit zehn Jahren die Fehltage wegen einer Burnout-Diagnose zurückgegangen. „2013 gab es ein Drittel weniger Fehltage als im Jahr zuvor“, heißt es in einer Mitteilung. Demgegenüber habe sich die Zahl der Fehltage durch Depressionen in den vergangenen 13 Jahren um 178 Prozent erhöht.

Wegen Burnouts entfielen im Jahr 2012 100 Fehltage auf 1000 DAK-Versicherte. 2013 sank die Zahl auf 67 Tage. Auch im ersten Quartal 2014 setzte sich dieser Trend fort.

„Eine zunehmend differenziertere Diagnosepraxis führt mittlerweile dazu, dass häufiger eine Depression erkannt wird, die eigentlich hinter dem Burnout steckt“, sagte DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. Insgesamt seien die Ausgaben der DAK-Gesundheit für die Behandlung psychischer Erkrankungen in den letzten fünf Jahren um 15 Prozent auf 236,5 Millionen Euro gestiegen, hieß es.

Die DAK-Gesundheit hat 6,2 Millionen Versicherte, davon sind 2,7 Millionen erwerbstätig. Für den TK-Gesundheitsreport 2014 wertete die TK die Krankschreibungen der bundesweit 4,1 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus, in Schleswig-Holstein für 185.000 Erwerbspersonen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I, von denen mehr als jeder Siebte bei der TK versichert ist.

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erstellt am 24.Nov.2014 | 17:12 Uhr

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