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IT-Netz der Arbeitsagenturen : Computerpanne legt Jobcenter lahm – auch in SH

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Kein Zugriff auf Datensätze: In Schleswig-Holstein sind sieben Arbeitsagenturen und 13 Jobcenter betroffen.

Kiel/Nürnberg | Nichts geht mehr in Schleswig-Holsteins Jobcentern und Arbeitsagenturen. „Wir haben seit Sonntag eine Störung in unserer IT-Infrastruktur“, sagte Horst Schmitt, Sprecher der Regionaldirektion Nord der Agentur für Arbeit in Kiel. Er bestätigte damit eine bundesweite Computerpanne bei den Jobvermittlern. In Schleswig-Holstein seien sieben Arbeitsagenturen und 13 Jobcenter betroffen. Im Verlauf des Montagmorgens habe man festgestellt, dass es sich um ein ernsthaftes Problem handelt.

„Wir haben keinen Zugriff auf zentrale Anwendungen und Datensätze“, sagt Schmitt – Programme, die für die Arbeit der Arbeitsagentur unerlässlich seien. Problematisch sei das vor allem für die klassischen Vermittlungs-Gespräche, bei denen Kundendaten abgerufen oder gespeichert werden müssen. „Qualifikationen, Kontakte mit Arbeitgebern oder biografische Daten – diese Daten können wir aktuell nicht abrufen oder speichern“, so Schmitt.

Bis auf das Telefon war auch der Agentur-Sprecher am Montag von der technischen Infrastruktur ausgeschlossen. Doch nicht nur die Einrichtungen selbst, auch die Internetseite arbeitsagentur.de war für die Außenwelt nicht verfügbar.

Zur Ursache der massiven Störung könne man noch keine Auskunft geben: „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Behebung des Problems und können keine Ursache ausschließen.“ Unproblematisch sei die IT-Störung für die Kunden, die sich nur beraten lassen oder arbeitslos melden wollten.

In Foren und sozialen Netzwerken im Internet äußerten viele Nutzer die Befürchtung, Arbeitssuchende müssten trotz Stillstand und völlig umsonst zu den Sitzungen mit ihren Vermittlern kommen.  Ein Beispiel:

Doch das IT-Problem der Arbeitsagentur solle nicht zu Lasten der Kunden gehen, beruhigt Schmitt. Sanktionen würden nicht drohen. Viele Kunden hätten über das Radio gehört, dass sie zu den Terminen nicht unbedingt kommen müssten: „Wir werden jeden dieser Fälle kulant behandeln.“

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erstellt am 20.Apr.2015 | 16:32 Uhr

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