Autozug nach Westerland : Bundestag beschließt Verbesserungen beim Zugverkehr nach Sylt

Anfang Mai kam der erste 600 Meter lange RDC-Autozug nach Sylt. Seitdem werden Testfahrten zwischen Niebüll und Westerland durchgeführt.
Anfang Mai kam der erste 600 Meter lange RDC-Autozug nach Sylt. Seitdem werden Testfahrten zwischen Niebüll und Westerland durchgeführt.

Der Konflikt am Hindenburgdamm könnte mit einer Änderung im Eisenbahnrecht entschärft werden.

shz.de von
08. Juli 2016, 11:09 Uhr

Westerland/Berlin | Der Bundestag hat mit dem neuen Eisenbahnrecht auch strengere Kontrollen für den Sylt-Verkehr beschlossen. „Wir haben nun drei Schlüssel, um die bestehenden Konflikte besser zu steuern“, sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele (SPD) zu der am Donnerstag mit den Stimmen der großen Koalition in Berlin getroffenen Entscheidung.

Die Saison beginnt - und noch ist  das Chaos der Sylt-Verbindungen nicht gelöst. Damit bleibt das Nadelöhr zur beliebten Ferieninsel weiter umkämpft.

Um das drohende Chaos auf dem Hindenburgdamm zu entzerren, könne bei der Vergabe von Trassen künftig darauf geachtet werden, dass es genügend Rangierkapazitäten in den Bahnhöfen gibt, sagte Nägele. Zudem müssten Unternehmen Trassen künftig zurückgeben, wenn sie sie nicht nutzen. Außerdem könnten bei überlasteten Gleisen fortan Personenzüge bevorzugt werden - etwa verspätete Regionalzüge.

Ärger gibt es unter anderem, weil der Bahnkonkurrent RDC zwar seit Mitte Dezember 2015 mit seinen Autozügen fahren könnte, den offiziellen Start aber immer wieder verschiebt. Zuletzt wurde Ende Juni wegen eines „kurzfristig aufgetretenen technischen Problems“ die geplante Betriebsaufnahme des Autozugs verschoben.

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