Verspätungen im Sylt-Verkehr : Bernd Buchholz erhöht Strafe für Bahn auf 500.000 Euro

Auf der Marschbahn kommt es immer wieder zu Zugausfällen und Verspätungen.
Auf der Marschbahn kommt es immer wieder zu Zugausfällen und Verspätungen.

Die Landesregierung versucht, die Bahn für das anhaltende Chaos auf der Marschbahnstrecke zur Verantwortung zu ziehen.

shz.de von
05. Juni 2018, 14:33 Uhr

Kiel/Sylt | Wegen weiterer Zugausfälle und häufiger Verspätungen im Sylt-Verkehr hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) von der Bahn für Mai eine Strafzahlung von 500.000 Euro verlangt. In den Monaten Februar bis April hatte das Land bereits Zahlungen in Höhe von 350.000 Euro verlangt.

„Ich habe leider kein anderes Mittel, um gegenüber der Deutschen Bahn Druck aufzubauen, damit das Unternehmen die Probleme auf dieser Strecke endlich – wie versprochen – in den Griff bekommt“, sagte Buchholz am Dienstag. Von dem einbehaltenen Geld will er wie in den Vormonaten Entschädigung an die Pendler zahlen.

 

Nach Ministeriumsangaben war die Pünktlichkeitsquote im Netz-West im Mai auf 63,9 Prozent gesunken. Das war der niedrigste Wert seit Jahresbeginn. Die Zahl der Zugausfälle verdreifachte sich gegenüber den Vormonaten nahezu. Demnach entfielen im vergangenen Monat 6,5 Prozent aller vertraglich festgelegten Zugkilometer. Vertraglich erlaubt ist eine Ausfall-Quote von maximal einem Prozent.

Die Bahn bekommt die Pannen-Stecke Hamburg-Sylt seit Jahren nicht in den Griff. Mit Verspätungen und auch Zugausfällen ist immer wieder zu rechnen. Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein, hatte sich für die Störungen im Bahnverkehr entschuldigt.

 
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