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Grüne Woche in Berlin : Bauern und Köche werben für Schleswig-Holstein

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

30 Aussteller zeigen auf der Grünen Woche ihre Produkte: Vom Holsteiner Cox über Schollenröllchen bis zum Salzwiesenlamm. Dabei geht es ihnen nicht vordergründig um Profit.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 19:46 Uhr

30 Aussteller zeigen auf der Grünen Woche ihre Produkte: Vom Holsteiner Cox über Schollenröllchen bis zum Salzwiesenlamm. Dabei geht es ihnen nicht vordergründig um Profit.Schnell füllt Ernst Schuster ein paar Becher mit Apfelsaft vom Holsteiner Cox. Die niederländische Landwirtschaftsministerin Sharon Dijksma ist an seinem Stand auf der Grünen Woche vorbei gegangen und spricht nun mit Vertretern des Agrarministeriums Schleswig-Holstein. Dijksma und ihre Delegation freuen sich sichtlich über den leckeren Trank.

Schuster ist zum ersten Mal auf der Messe. Dort präsentiert er neben seinem Apfelsaft auch den jungen Verein „Die Nordbauern Schleswig-Holstein“. „Wir wollen ihn bekannt machen“, begründet er sein Engagement. Auch Andrea Prahl vom Hofladen Pageroe an der Schlei ist als „Nordbauern“-Mitglied dort und bietet ihre Produkte vom Angler Sattelschwein an. Sie möchte Kontakte zu Geschäftspartnern und in die Politik knüpfen. „Das kann man hier hervorragend“, berichtet Sönke Magnus Müller vom Nordfriesischen Lammkontor. Bereits am ersten Tag hat der Messe-Neuling einige Mitarbeiter des Kieler Agrarministeriums kennengelernt. Zudem will Müller etwas ausprobieren: „Unser Lammfleisch ist ein Nischenprodukt. Ich möchte sehen, ob es beim Massenpublikum ankommt.“ Er brutzelt Würstchen vom nordfriesischen Salzwiesenlamm auf seinem Grill.

Kaum einem der norddeutschen Aussteller geht es in Berlin um große Gewinne. „Wir sind hier, weil uns die Besucher mit dem Land verbinden“, sagt André Laß von der Dithmarscher Brauerei. Ihr Stand gehört traditionell in die Schleswig-Holstein-Halle wie der der Flensburger Brauerei, von Böklunder und von Behn.

Immer mehr Bedeutung auf der Grünen Woche bekommt der Tourismus. Auf einer Kochinsel bereiten Köche landestypische Gerichte zu – und werben gleichzeitig für ihre Betriebe. So wie Daniel Wilhelm und Ole Bülk von der Turmschänke in Seedorf (Kreis Segeberg), die Schollenröllchen mit Lachsfüllung auf Gurkenrahmgemüse und Röstkartoffeln zubereiten. Peter Wolf von der Burg-Klause auf Fehmarn zeigt, wie sich norddeutsche und bayerische Küche kombinieren lassen.

Nicht als Betriebe, sondern als Urlaubsorte werben zum Beispiel St. Peter-Ording und Friedrichskoog um die Gunst der reisefreudigen Messebesucher. Wer hierbei die Verbindung zur Landwirtschaft sucht, wird beim Urlaub auf dem Bauernhof und den Heuherbergen fündig.

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