Neue Ausbildungsverordnung : Auf neuen Wegen zum Altenpflegehelfer

Wer langjährige Erfahrung in der Pflege älterer Menschen hat,  kann eine Abschlussprüfung zum Altenpflegehelfer machen. Foto: dpa
Wer langjährige Erfahrung in der Pflege älterer Menschen hat, kann eine Abschlussprüfung zum Altenpflegehelfer machen. Foto: dpa

Wer in Schleswig-Holstein Altenpflegehelfer werden möchte, dem soll der Weg dahin künftig erleichtert werden.

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11. April 2012, 12:23 Uhr

Kiel | Um dem Fachkräftemangel in der Pflegebranche entgegenzuwirken, hat das Land eine neue Ausbildungsverordnung auf den Weg gebracht, die Anfang des Monats in Kraft getreten ist.
Dadurch ist es ungelernten Kräften in der Altenpflege im nördlichsten Bundesland jetzt möglich, eine so genannte Externenprüfung zu machen. Das ist die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf - in diesem Fall des Altenpflegehelfers -, ohne dass die Teilnehmer vorab eine Berufsausbildung gemacht haben. Sie gelten somit als "Externe".
Auf Bundesebene ist derzeit ein neues Pflegeberufegesetz in Arbeit
"Gerade für Arbeitskräfte mit langjähriger Berufserfahrung in der Pflege und hohem Praxisbezug wird damit ein erleichterter Zugangsweg zu einem qualifizierten Berufsabschluss eröffnet", so Sozialminister Heiner Garg (FDP). Das neue Verfahren wurde bereits in einem Modellprojekt getestet.
Geändert hat sich mit der neuen Verordnung auch die Ausbildungszeit zum Altenpflegehelfer in Schleswig-Holstein. Sie beträgt jetzt nur noch 12 statt 18 Monate. Und: Altenpflegehelfer, die "entsprechende Voraussetzungen" mitbringen, können dann auch noch eine verkürzte Ausbildung zum Altenpfleger machen.
Altenpflegehelfer unterstützen Pflegefachkräfte bei der Betreuung behinderter oder älterer Menschen. Die Regelungen für die Ausbildung zum Altenpflegehelfer werden auf Landesebene geregelt. Auf Bundesebene ist derzeit ein neues Pflegeberufegesetz in Arbeit. Hintergrund: In Schleswig-Holstein gibt es laut Sozialministerium aktuell rund 660 stationäre Pflegeeinrichtungen und 400 ambulante Dienste. Dort arbeiten etwa 8000 Altenpfleger, 1800 Altenpflegehelfer sowie 3000 ungelernte Kräfte im Bereich der Pflege.

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