zur Navigation springen

Fünf-Jahres-Studie : Arbeitsmarkt in SH: Gewinner und Verlierer

vom

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein seit der Finanzkrise entwickelt? Der Kreis Dithmarschen steht gut da, im Kreis Steinburg sieht es düster aus. shz.de zeigt die Zahlen für die Kreise in einer interaktiven Karte.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2014 | 13:53 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt. 2013 gab es rund 300.000 weniger Arbeitslose als beim Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) hervor, über die Spiegel online berichtet. Die Erhebung liefert Zahlen für die Landkreise und kreisfreien Städte. Auffällig dabei: Die Regionen konnten unterschiedlich stark profitieren. Selbst innerhalb von Schleswig-Holstein sind die Unterschiede groß: Während im Kreis Dithmarschen die Arbeitslosigkeit innerhalb der fünf Jahre um 2,0 Prozentpunkte zurückging, stieg sie zum Beispiel im Kreis Steinburg um 0,3 Prozentpunkte an. Alle Veränderungen sehen Sie beim Klick auf unsere interaktive Karte.

Legende: Veränderung der Arbeitslosenquote zwischen 2008 und 2013 in Prozentpunkten

In der IW-Studie kommt im bundesweiten Vergleich besonders der Osten gut weg - auch wenn die Zahl der Erwerbslosen in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt noch etwa vier Prozentpunkte höher ist als im Westen. Die Zahl geht dafür aber stärker zurück: um drei Prozentpunkte innerhalb von fünf Jahren. Ein Grund dafür seien die besseren Verkehrsnetze, die eine Ansiedlung für Mittelständler attraktiver machten, meldet Spiegel online. Außerdem trage der demografische Wandel dazu bei, denn immer mehr Menschen ziehen aus Gegenden Ostdeutschlands weg oder scheiden aufgrund ihres Alters aus dem Berufsleben aus.

Der Gewinner mit dem stärksten Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist der Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Nordosten Brandenburgs. Hier gingen die Arbeitslosenzahlen in den vergangenen fünf Jahren um 5,5 Prozentpunkte auf nun 10,4 Prozent zurück.

Der Westen hingegen hat einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu vermelden - insbesondere im Ruhrgebiet. Spitzenreiter sind hier Herne und Remscheid mit einer steigenden Erwerbslosigkeit von einem Prozentpunkt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen