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Arbeitsmarktzahlen für Februar 2015 : Arbeitslosigkeit: Untypische Entwicklung in SH

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Im Februar gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 4,9 Prozent. Die Zahlen für die einzelnen Kreise finden Sie auf unserer Karte.

Kiel/Hamburg | Saisonal untypisch ist die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein im Februar nicht weiter angestiegen. Ende des Monats waren im nördlichsten Bundesland 106.364 Menschen ohne festen Job und damit 47 weniger als noch im Januar, wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag in Kiel berichtete. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen Rückgang um 5482 oder 4,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt weiter 7,1 Prozent, nach 7,6 Prozent vor einem Jahr.

Regionaldirektorin Margit Haupt-Koopmann sprach von einer positiven Entwicklung. „Auch die Tatsache, dass in diesem Jahr der im Februar saisonal typische Anstieg der Arbeitslosenzahlen ausgeblieben ist, stimmt mich zuversichtlich“, sagte sie. „Dies verdanken wir nicht nur dem milden Winter, sondern auch einem stabilen Konjunkturverlauf.“

Im Anstieg der offenen Stellen machte Haupt-Koopmann „Vorboten einer deutlichen Frühjahrsbelebung“ aus. „Ich gehe davon aus, dass alle Arbeitslosen von dieser Entwicklung profitieren werden.“ Im Februar wurden 6500 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das waren 2100 oder 47,5 Prozent mehr als noch im Januar und 240 oder 3,8 Prozent mehr als im Februar 2014. Gesucht wird aktuell besonders im Gesundheits- und Sozialwesen, dem Handel sowie im Gast- und Baugewerbe.

Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich erfreut, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Land kontinuierlich sinkt. „Wie schon im Dezember und Januar können auch im Februar die Langzeitarbeitslosen an der positiven Entwicklung und guten Lage am Arbeitsmarkt partizipieren“, sagte Meyer. Auch die 16 Langzeitarbeitslosenprojekte aus dem Landesprogramm Arbeit zeigten erste Wirkung.

Nach Meyers Einschätzung entspannt sich auch die Lage am Arbeitsmarkt für ältere Fachkräfte über 50 Jahre leicht. Ihre Zahl ist ebenfalls im Vergleich zum Vormonat saisonuntypisch gesunken um knapp 500 Personen oder 1,4 Prozent gesunken. Zum Vorjahresmonat stagnierte ihre Zahl jedoch.

Schlechte Nachrichten gab es im Februar jedoch im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Januar waren 700 oder 7,2 Prozent mehr Jugendliche ohne Job. „Hierbei handelt es sich um die Jugendlichen, die nach einer dreieinhalb- oder zweieinhalbjährigen Ausbildung jetzt fertig geworden sind und nicht übernommen wurden“, sagte Haupt-Koopmann.

Unter den Kreisen hatte Dithmarschen im Januar mit 8,5 Prozent die höchste Arbeitslosenquote und Stormarn mit 4,0 Prozent die niedrigste. Bei den kreisfreien Städten stand Neumünster mit 11,1 Prozent am schlechtesten da und Kiel mit 9,8 Prozent am besten.

Der Arbeitsmarkt in Hamburg trübte sich im Februar weiter leicht ein. 76.078 Menschen waren nach Angaben der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet, das waren 284 oder 0,4 Prozent mehr als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es aber 0,6 Prozent weniger Arbeitslose.

Der Hamburger Arbeitsmarkt laufe gleichmäßig und mit ansteigender Dynamik, bilanzierte der Chef der Arbeitsagentur, Sönke Fock. Die Arbeitslosenquote stieg im Februar verglichen mit dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent.

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erstellt am 26.Feb.2015 | 11:13 Uhr

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