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Arbeitsmarkt 2015 : Arbeitslosigkeit im März: Gute Nachrichten aus SH und Hamburg

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Die Agentur für Arbeit in SH vermeldet die niedrigsten Arbeitslosenzahlen in einem März seit mehr als 20 Jahren.

Erfreuliche Signale auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Saisonal bedingt ist die Arbeitslosigkeit im März deutlich zurückgegangen. Ende des Monats waren im nördlichsten Bundesland 102.494 Menschen ohne festen Job und damit 3870 oder 3,6 Prozent weniger als noch im Februar, wie die Agentur für Arbeit am Dienstag in Kiel berichtete. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen Rückgang um 5237 oder 4,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,9 Prozent, nach 7,3 Prozent vor einem Jahr.

„Die einsetzende Frühjahrsbelebung hat für einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vormonats- und Vorjahresvergleich gesorgt“, sagte Regionaldirektorin Margit Haupt-Koopmann. Dies hätte nicht nur zur niedrigsten Arbeitslosenzahl in einem März seit mehr als 20 Jahren geführt. „Erfreulich ist auch, dass bei allen Altersgruppen - von unter 25 bis über 55 - die Zahlen im Vormonatsvergleich zurückgegangen sind.“

Viele Betriebe im Land suchen weiter Personal. Seit Jahresbeginn meldeten sie 17.300 sozialversicherungspflichtige Stellen. „Besonders im Bereich Soziales und Gesundheit sowie im Handel, im Baugewerbe und im Tourismus werden Mitarbeiter gesucht“, sagte Haupt-Koopmann. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass „wir 2015 in Schleswig-Holstein - bei gleichbleibender Entwicklung - zum ersten Mal seit 1993 wieder im Jahresdurchschnitt auf unter 100.000 Arbeitslose kommen werden“.

Mit Stand Januar hab es im Land 893.200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Das waren 15.700 mehr als im Vorjahresvergleich. Das klare Plus sei ein sehr gutes Zeichen, sagte Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD). „Allerdings heißt das auch, dass in manchen Branchen sich schon jetzt ein Fachkräftemangel abzeichnet.“ Von der positiven Lage auf dem Arbeitsmarkt profitierten besonders junge Arbeitslose unter 25 Jahren. Dies zeige sich auch auf dem Ausbildungsmarkt, sagte Meyer. Mit 8972 unversorgten Bewerbern (minus 2,2 Prozent im Vorjahresvergleich) auf 9303 (minus 5,8 Prozent) unbesetzten Ausbildungsplätzen bestünden gute Perspektiven für den Start ins Ausbildungsjahr.

Unter den Kreisen hatte Dithmarschen im Januar mit 7,9 Prozent die höchste Arbeitslosenquote und Stormarn mit 4,0 Prozent die niedrigste. Bei den kreisfreien Städten stand Neumünster mit 10,7 Prozent am schlechtesten da und Kiel mit 9,8 Prozent am besten.

Die Arbeitslosigkeit ist auch in Hamburg im März kräftig zurückgegangen. Gegenüber dem Februar reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um fast 1300 auf knapp 74.800, teilte die Agentur für Arbeit mit. Das entspricht einem Rückgang von 1,7 Prozent. Auch gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres fiel der Rückgang mit 1,4 Prozent oder 1046 Personen deutlich aus. Die Arbeitslosenquote fiel sowohl gegenüber dem Vormonat wie auch gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Punkte auf 7,6 Prozent.

Damit habe der Hamburger Arbeitsmarkt trotz der Frühjahrsferien im März nicht an Dynamik verloren, sagte der Chef der Hamburger Arbeitsagentur, Sönke Fock. „Im Laufe des Monats haben sich 9,6 Prozent weniger Hamburger arbeitslos gemeldet als im Februar.“ Umgekehrt sei die Zahl der Arbeitslosen, die einen Job gefunden haben, um fast zwölf Prozent gestiegen. Damit werde der Saldo positiv; ein Umstand der dem Hamburger Arbeitsmarkt durchaus in die Karten spiele. 

Hotellerie und Gastronomie, die Industrie, das Gesundheitswesen, Verkehr und Logistik seien die Branchen, die Arbeitskräfte in hohem Maße nachfragen und für zusätzliche Beschäftigung am Arbeitsort Hamburg stehen. „Bestätigen sich die günstigen Wirtschaftsprognosen, so wird sich die Arbeitslosigkeit auch in den nächsten Monaten verringern“, sagte Fock. Dabei stünden der fachlichen Eignung und Flexibilität des Bewerbers hohe Anforderungen der Unternehmen gegenüber. „Um freie Stellen zu besetzen, sollten die Unternehmen einen zweiten Blick auf die Bewerber wagen“, sagte Fock. „Vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs und der demografischen Entwicklung wird dies immer wichtiger.“

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erstellt am 31.Mär.2015 | 11:28 Uhr

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