Hersteller Pratt & Whitney : Airbus drohen neue Probleme mit A320neo-Triebwerken

Die A320neo-Familie von ist zwar nicht so groß, schafft aber dennoch Strecken von Deutschland an die Ostküste der USA.
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Die A320neo-Familie von Airbus ist zwar nicht so groß, schafft aber dennoch Strecken von Deutschland an die Ostküste der USA.

Airbus spricht von „Ereignissen“ an einer Nabe des Hochdruckverdichters. Jetzt soll es Untersuchungen geben.

shz.de von
09. Februar 2018, 20:58 Uhr

Toulouse | Beim Flugzeugbauer Airbus kündigt sich neuer Ärger bei seinem viel gefragten Mittelstreckenjet A320neo an. Ursache sind erneut die Getriebefan-Triebwerke des US-Herstellers Pratt & Whitney, die wegen technischer Probleme schon seit mehr als zwei Jahren die Auslieferungen bei Airbus bremsen. Der Flugzeugbauer sprach am Freitagabend von „Ereignissen“ an einer Nabe des Hochdruckverdichters, die genaue Untersuchungen notwendig machten.

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA sei eingeschaltet, die betroffenen Fluggesellschaften bereits benachrichtigt worden.

Airbus und Pratt & Whitney wollten die Störungen für Kunden und Betreiber nun auf ein Mindestmaß begrenzen. Hitze- und Softwareprobleme an den Triebwerken hatten Airbus bereits 2016 und 2017 zu schaffen gemacht. Der Triebwerksbauer Pratt & Whitney, der zum US-Konzern United Technologies gehört, geriet mit der Lieferung einwandfreier Triebwerke derart ins Hintertreffen, dass die Auslieferungsziele des Airbus-Vorstands jeweils bis kurz vor Jahresende wackelten. Den Angaben zufolge sind bisher 113 Flugzeuge der A320neo-Familie mit diesen Triebwerken bei 18 Airlines im Einsatz, darunter bei der Lufthansa.

Die A320neo, die modernisierte und sparsamere Neuauflage des Mittelstreckenjets A320, ist der sich am schnellsten verkaufende Passagierjet der Welt. Etwa die Hälfte der A320neo-Kunden haben die Antriebe von Pratt & Whitney bestellt, an denen auch der Münchner Triebwerksbauer MTU mitarbeitet. Die übrigen Flieger erhalten Antriebe des Herstellers CFM, einem Gemeinschaftsunternehmen des US-Konzerns General Electric und dem französischen Konzern Safran.

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