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SH und Hamburg : A7-Ausbau: Management statt Panikmache

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Kommt es zum Chaos in Schleswig-Holstein und Hamburg? Nein, meint der Kieler Verkehrsminister Meyer. Er teilt aber Befürchtungen rund um den Ausbau der Autobahn 7, der im Herbst beginnt. Neues gibt es auch von der Rader Hochbrücke.

Harrislee | Schwertransporte bis zu einem Gesamtgewicht von 84 Tonnen können künftig unter Auflagen wieder die Rader Hochbrücke befahren. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) kündigte die neue Regelung am Montag auf einer Informationsveranstaltung zum A7-Ausbau in Harrislee bei Flensburg an. Meyer strebt zudem an, dass Transportgenehmigungen künftig von einer zentralen Stelle im Land erteilt werden.

Im Vorfeld des Ausbaus der A7 in Hamburg und Schleswig-Holstein setzt Meyer auf Transparenz und warnt vor Panikmache. „Wir brauchen viel Management“, sagte der Minister. Unter anderem solle ein gemeinsamer Koordinator für die beiden Bundesländer für die Dauer der Bauzeit von Herbst 2014 bis 2018 eingesetzt werden.

Meyer sagte, er teile Befürchtungen der Logistikbranche. Falsch sei es aber, den Eindruck zu erwecken, dass nun auch Touristen ausbleiben würden. „Wir brauchen den A7-Ausbau“, bekräftigte Meyer und erteilte Alternativen wie einem Verschieben der Arbeiten eine Absage. „Das Nadelöhr Hamburg bleibt.“ Während der Bauarbeiten solle unter anderem durch einen erhöhten Takt bei Bahnverbindungen zwischen Hamburg und Kiel und Hamburg und Flensburg eine Entlastung erreicht werden.

Bernd Rothe von der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) berichtete von ersten Zwischenergebnissen in der Planung: Demnach sei ein besonderer Engpass in Hamburg zwischen dem Kreuz Nordwest und der Anschlussstelle Stellingen zu erwarten. Der Beginn des Ausbaus erfolgt im Herbst 2014 bei Bordesholm. Zwischen zwei Bauabschnitten seien sogenannte Erholungsabschnitte mit einer Länge von fünf Kilometern geplant, erläuterte Rothe.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums betragen die reinen Baukosten allein auf der schleswig-holsteinischen Seite 300 Millionen Euro. Die Informationsveranstaltung in Harrislee war bereits die zweite zum A7-Ausbau. 120 Unternehmer und Verbandsvertreter nahmen nach Ministeriumsangaben an der vom Land, der DEGES, der IHK Flensburg und der Logistik Initiative Schleswig-Holstein organisierten Veranstaltung teil.

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erstellt am 13.Jan.2014 | 17:00 Uhr

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