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Sonntagsfahrverbot : A7-Ausbau: Lkw sonntags früher auf die Straße

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Mindestens zehn Jahre lang wird die A7 zur Dauerbaustelle. Die Logistiker bringt das in Grübeln. Ihr Vorschlag: Eine Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lkw.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 10:48 Uhr

Hamburg | Die norddeutsche Verkehrswirtschaft will die Autobahn A7 entlasten, die in den nächsten zehn Jahren ausgebaut wird. „Wir müssen uns fragen, ob es Lösungsansätze gibt, um die angespannte Situation durch die Dauerbaustelle zu entlasten“, sagte Frank Wylezol, Geschäftsführer des Verbandes Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg (VSH), der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg. Dazu könne gehören, das Ende des Sonntagsfahrverbots für Lkw von 22 Uhr auf 18 Uhr vorzuziehen. „Wenn dann auch noch die Terminals im Hamburger Hafen um 18 Uhr mit der Arbeit beginnen, dann kann sich der Verkehr spürbar entzerren.“

Dabei denke die Logistikbranche nicht an eine bundesweite Regelung, sondern an einen regionalen Feldversuch mit einer wissenschaftlichen Begleitung und Auswertung der Ergebnisse. Der Ausbau der A7 nördlich von Hamburg sei angesichts des Verkehrsaufkommens notwendig, ebenso wie eine Reihe weiterer Verkehrsprojekte rund um Hamburg. Die meisten dieser Projekte seien bereits seit Jahren in der Diskussion. „Das Planungs- und Vergaberecht gefährdet mittlerweile die wirtschaftliche Entwicklung in Norddeutschland“, sagte Wylezol. Er verwies auf die Verzögerung beim Ausbau der Autobahn A20.

Zur Finanzierung der Infrastruktur sollten verstärkt Modelle geprüft werden, mit denen privates Kapital mobilisiert werden könnte. Das habe sich beim Ausbau der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Bremen bereits bewehrt. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hatte vor kurzem einen zusätzlichen Finanzbeitrag der Autofahrer für den Erhalt der Straßen ins Spiel gebracht.

Der VSH ist einer von sechs Ausrichtern des 4. Tages der Nord-Logistik am Sonnabend in Hamburg. Die Transport-, Speditions- und Logistikbranche in Hamburg und Schleswig-Holstein vertritt rund 1500 Unternehmen mit 35.000 Mitarbeitern.

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