Windcomm : 300 Service-Techniker für Windparks benötigt

Die Planungen für Windparks vor der Küste laufen auf Hochtouren. Nach Informationen der Agentur Windcomm fehlen aber seetaugliche Fachkräfte.

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18. Oktober 2011, 10:06 Uhr

Husum | Allein für die sieben genehmigten Windparks vor der Westküste des nördlichsten Bundeslandes werden laut Windcomm etwa 300 Service-Techniker dauerhaft im Einsatz sein. Und: Beim Bau der ersten deutschen Offshore-Windparks hat sich herausgestellt, dass an Tagen mit starkem Seegang zwanzig bis dreißig Prozent der Service-Crews ausgefallen sind, weil sie seekrank wurden.
Neben seefesten Fachkräften sind daher auch neue Transportkonzepte gefragt. "Hubschrauber werden beim Personentransport aus Zeit- und Witterungsgründen sicherlich häufiger zum Einsatz kommen, als bisher geplant", sagt Matthias Hüppauff, Projektkoordinator bei der Netzwerkagentur Windcomm und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordfriesland.
Neben Technikern werden auch Akademiker gesucht. Ob Ingenieure, Raumplaner oder Betriebswirte - der Bedarf ist laut Windcomm da. "Wir haben aktuell eine hohe Nachfrage nach Entwicklungsingenieuren und Projektentwicklern", sagt Windcomm-Projektleiter Martin Schmidt.
Offshore-Konferenz in Husum
Eine Maßnahme, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist - neben der engen Kooperation mit dem Hochschulnetzwerk CEwind und dem Bildungszentrum für Erneuerbare Energien - das neue Offshore-Ausbildungszentrum im nordfriesischen Enge-Sande. Dort sollen in Zukunft Sicherheits- und auch technische Schulungen angeboten werden - bei möglichst realistischer Simulation der Bedingungen auf See.
Zudem ist das Thema Aus- und Weiterbildung einer der Schwerpunkte der internationalen Offshore-Konferenz OBMC, die am 7. und 8. November im Husumer NordseeCongressCentrum stattfindet. Bei einem Workshop erfahren Interessierte, welche Qualifikationen für die Offshore-Industrie wichtig sind. Im Anschluss findet eine Jobmesse statt. Die Netzwerkagentur Windcomm wird ab November von einer Doppelspitze geführt. Matthias Volmari, der seit der Gründung für den Aufbau des Firmennetzwerkes verantwortlich war, verlässt die Agentur. An seiner Stelle leiten dann Martin Schmidt, seit 2008 Projektmanager bei Windcomm, und Matthias Hüppauff, der von Beginn an Projektkoordinator und -träger bei Windcomm ist, das Clustermanagement.

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