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260 Millionen Euro für den Wohnungsbau

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Genossenschaften planen den Bau von 1000 neuen Wohnungen

Der Wohnungsbau in Schleswig-Holstein soll noch mehr Fahrt aufnehmen. Das verspricht zumindest der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). Insgesamt wollen seine 71 Mitgliedsunternehmen dieses Jahr rund 260 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung ihrer Wohnungsbestände investieren – das entspricht einem Plus von 10 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Mit dem Bau von 1000 neuen Wohnungen soll begonnen werden. Gerechnet auf die durchschnittlich im Bau befindlichen Wohnungen der vergangenen Jahre entspräche dies einem Viertel. Schwerpunkte sollen dem Verband zufolge vor allem die Städte Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg sein sowie die Insel Sylt und das Hamburger Umland. Für die Hansestadt selbst kündigte der VNW den Bau von 1900 Wohnungen an.

„Wir beobachten eine Belebung des Wohnungsneubaus in Schleswig-Holstein“, sagte VNW-Verbandsdirektor Joachim Wege gestern in Kiel. Dafür spricht aus seiner Sicht auch, wie sich die Zahl der Baugenehmigungen in den vergangenen Monaten im Land zwischen Nord- und Ostsee entwickelt hat. Wurden vom Januar bis Oktober 2012 noch 8700 Baugenehmigungen erteilt, stieg diese Zahl im gleichen Zeitraum im Jahr 2013 auf 9857 – damit wurden auch schon nach einem Dreiviertel-Jahr mehr Baugenehmigungen erteilt als zum Beispiel im Gesamtjahr 2011, wie Zahlen des Statistikamts Nord zeigen.

Der VNW, dessen Genossenschaften und Gesellschaften rund 165 000 Wohnungen in Schleswig-Holstein unterhalten, sieht dies vor allem auch als Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Norden. „Die von uns mit dem Innenministerium im Januar 2013 unterzeichnete Offensive greift“, betonte Wege. Netto-Kaltmieten der Wohnungen der VNW-Unternehmen liegen nach Angaben des Verbands bei durchschnittlich fünf Euro pro Quadratmeter und gelten damit als vergleichsweise niedrig.

Kritisch äußerte sich der Verbandschef gestern vor allem über die Pläne der großen Koalition. SPD und CDU haben sich unter anderem auf die Einführung einer Mietpreisbremse geeignet. Die Vorhaben aus Berlin dürften nicht zur Investitionsbremse werden, sagt Wege und warnte zugleich, dass Neubauten vor allem auch durch steigende Bau- und Grundstückskosten gefährdet würden. Insgesamt leben rund 1,4 Millionen Schleswig-Holsteiner in Wohnungen von Unternehmen, die dem VNW angehören.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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