Verteilerzentren : 1200 Postbeschäftigte im Warnstreik

Zeitungen, Briefe und Päckchen stapeln sich in einem Verteilzentrum der Post. In der Nacht zu Samstag wurde deutschlandweit in neun von ihnen gestreikt. Foto: dpa
Zeitungen, Briefe und Päckchen stapeln sich in einem Verteilzentrum der Post. In der Nacht zu Samstag wurde deutschlandweit in neun von ihnen gestreikt. Foto: dpa

In den Postverteilzentren in Lübeck und Elmshorn sind zahlreiche Briefe und Pakete liegen geblieben. Insgesamt wurde an neun Standorten in der Nacht zu Samstag gestreikt.

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21. April 2013, 07:22 Uhr

Im Tarifstreit bei der Deutschen Post sind in der Nacht zum Samstag mehr als 1200 Beschäftigte dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik gefolgt. Betroffen waren nach Gewerkschaftsangaben Postverteilzentren in Bremen, Lübeck, Elmshorn, Schwerin sowie Essen, Dortmund, Krefeld, Hagen, Herford.

Rund sechs Millionen Briefe und 150.000 Pakete hätten nicht oder nur verzögert bearbeitet werden können. Für die kommende Woche kündigte die Gewerkschaft weitere Warnstreiks an. Am Donnerstag steht die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit an.

Verdi fordert sechs Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaft will für 132.000 Tarifbeschäftigte sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat durchsetzen. Insgesamt beschäftigt die Post in Deutschland 175.000 Menschen, darunter mehr als 40.000 Beamte.

Die betroffenen Brief- und Paketsendungen werden nach Angaben eines Postsprechers bis spätestens Montag zugestellt. Insbesondere in den Paketzentren Krefeld und Bremen seien alle Sendungen noch in der Nacht aufgearbeitet worden, so dass sie noch am Samstag die Empfänger erreichen sollten.

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